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Sabbaticals: Endlich mal eine Auszeit vom Berufsleben

16. Juli 2011 · Keine Kommentare

Eine Auszeit von der Arbeit könnten wir wohl alle mal gebrauchen. Die paar Wochen Jahresurlaub reichen aber bei den meisten Arbeitnehmern nicht aus, um wirklich Abstand von der Arbeit zu gewinnen, zumal sie meist nicht am Stück genommen werden können. Tatsächlich sind inzwischen viele deutsche Unternehmen dem amerikanischen Vorbild gefolgt und bieten ihren Mitarbeitern an, ein Sabbatical zu nehmen. Die Chance für gestresste Arbeitnehmer oder doch eher Kostenfalle?

Was ist ein Sabbatical?

Von einem Sabbatical spricht man, wenn ein Mitarbeiter für eine längere Zeitspanne nicht in den Betrieb kommt und quasi „Dauerurlaub“ macht. Sabbaticals dauern je nach Vereinbarung und Geschmack zwischen drei Monaten und zwei Jahren.

Wer kann ein Sabbatical nutzen?

Allerdings kann sich ein Sabbatical beileibe nicht jeder leisten, denn es handelt sich dabei um bezahlten Urlaub. Diese Möglichkeit kann also nur derjenigen in Anspruch nehmen, der auch ein entsprechendes finanzielles Polster vorweisen kann. Sabbaticals werden bei Familien meist für viel Zeit mit der Familie genutzt. Singles nutzen gerne die Gelegenheit für längere Auslandsaufenthalte. Im Endeffekt bleibt es natürlich jedem freigestellt, wie er diese berufliche Auszeit nutzen möchte.

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Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber

Wenn ein Arbeitnehmer nicht vorhat, später zu Ihnen als Arbeitgeber zurückzukehren, müsste er Ihnen theoretisch überhaupt nichts davon erzählen. Er läutet sein Sabbatical durch eine ganz gewöhnliche Kündigung ein. Er weiß dann in der Regel noch nicht, wie es nach seiner Auszeit weitergehen wird.

Möchten Arbeitnehmer jedoch nach ihrer Auszeit wieder zurück zu diesem Arbeitgeber kommen und wieder dort arbeiten, sollte er sich am besten bereits frühzeitig mit seinem Vorgesetzten zusammensetzen und das Vorhaben mit ihm besprechen. Es muss besprochen werden, für welche Dauer ein Sabbatical möglich ist und unter welchen Bedingungen die Rückkehr an Ihren alten Arbeitsplatz möglich ist. Diese Vereinbarungen sollten zum Schutz beider Seiten möglichst schriftlich festgehalten werden.

Ausgestaltungsformen des Sabbaticals

Die klassische Form des Sabbaticals beinhaltet, dass der Arbeitnehmer keinen Lohn erhält. In der Praxis werden aber mehrere Modelle unterschieden, die durchaus möglich sind. Häufig handelt es sich dabei auch um eine Frage der Sozialversicherung. Die drei Modelle sind folgende:

  • Unbezahlter Urlaub: Der Mitarbeiter wird unbezahlt freigestellt und erhält keine Vergütung für den Zeitraum seiner Abwesenheit.
  • Arbeitszeitkonto: Wenn der Arbeitnehmer ein dickes Polster mit Überstunden hat, die er abfeiern kann, kann er diese Überstunden auch für ein Sabbatical verwenden anstatt sie auszahlen zu lassen. Dies ist mit Sicherheit die komfortabelste Möglichkeit, zumal er sein Sabbatical bei vollem Lohn in allen Zügen genießen kann. In vielen Betrieben besteht auch noch in beschränktem Rahmen die Möglichkeit, Urlaubstage sowie Sonderzahlungen auf dem Arbeitskonto anzusammeln, sodass es schneller gefüllt werden kann.
  • Blockteilzeitarbeit: Das „Blockmodell“ kennen viele Personaler bereits von der Altersteilzeit: Der Mitarbeiter arbeitet eine gewisse Zeitspanne zwar die vollen Arbeitsstunden, erhält aber nur den halben Lohn dafür. Anschließend kann er für die gleiche Zeitspanne zuhause bleiben, erhält aber auch weiterhin die Hälfte seines Lohns. Andere Möglichkeiten sehen beispielsweise vor, dass man über eine längere mehr Stunden arbeitet als der Arbeitsvertrag eigentlich vorsieht und dann für ein halbes Jahr oder Jahr bei vollem Lohn zuhause bleiben kann.

Erfahren Sie mehr über das Sabbatjahr im Auswandern-Handbuch, bei Karriere.at und in Xinonet.

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