Egal ob es sich um junge Abiturienten handelt, Menschen, die gerade einen Haupt- oder Realschulabschluss gemacht haben oder die Personen, die vielleicht über einige Berufserfahrung verfügen und die Branche oder den individuellen Posten wechseln wollen – alle haben gemein, dass sie sich einen für sie interessanten Beruf aussuchen und hierfür dann früher oder später zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden.

Personalabrechnung

Die Rolle des Vorstellungsgesprächs

Eine schriftliche Bewerbung sagt natürlich allein schon viel über den potentiellen Bewerber aus und wird gewöhnlich zur Vorauswahl herangezogen, um die Einhaltung formaler Kriterien zu überprüfen (beispielsweise das Beherrschen einer Fremdsprache). Das eigentliche Bewerbungsgespräch wird aber selbst dann den Ausschlag zu einer Einstellung oder Ablehnung geben, da sich hier der Bewerber noch einmal selbst präsentieren kann und Sie sich einen genauen Eindruck von dem neuen potentiellen Mitarbeiter verschaffen kann. Dies setzt jedoch voraus, dass der Kandidat sich an ein paar Spielregeln hält und Kardinalfehler in seinem Bewerbungsgespräch vermeidet.

Die 7 Todsünden im Vorstellungsgespräch

Werfen wir einen Blick auf die sieben schlimmsten Fehler, die ein Bewerber in seinem Vorstellungsgespräch begehen kann:

Todsünde Nr. 1: Unangemessenes Auftreten

Hierbei ist es nicht ausschlaggebend, dass ein teurer Anzug mit Krawatte getragen wird. Vielmehr sollte die Kleidung für den angestrebten Beruf angemessen sein. Das Auftreten allgemein zeigt, dass sich der Bewerber den Herausforderungen den Jobs anpassen kann. Möchte er an einer Kunstakademie aufgenommen werden, so steht sicherlich die persönliche Individualität im Vordergrund und selbst ein sehr individueller Kleidungsstil könnte völlig in Ordnung sein, wohingegen der Bewerber bei einer Bank auf einen Anzug mit passenden Schuhen achten sollte. Ein gepflegtes Äußeres ist in beiden Fällen selbstverständlich, denn der erste Eindruck erfolgt nun einmal nach wie vor immer noch über den ersten Blick.

Todsünde Nr. 2: Kein Blickkontakt

Ein weiterer Fehler von Bewerbern ist mangelnder Blickkontakt beim Auswahlgespräch. Dies kann zwar unterschiedliche Gründe haben. Jedoch ist hier die Wirkung entscheidender als die Ursache – ob es nun an Verlegenheit oder Unachtsamkeit lag – wer keinen Augenkontakt hält, der wirkt ängstlich und unsicher und reagiert schlichtweg unhöflich. Jeder Bewerber muss in der Lage sein, seinem zukünftigen Arbeitgeber selbstsicher in die Augen zu blicken und auf mögliche Fragen zu antworten.

Todsünde Nr. 3: Frühe Frage nach dem Gehalt

Die Frage nach dem Gehalt sollte frühestens gestellt werden, wenn es um die Vertragsmodalitäten geht. Und selbst dies gilt nur, wenn Sie selbst nicht ohnehin schon eine ungefähre Angabe machen. Es zeugt von Arroganz und falsch verstandener Überheblichkeit, wenn der Bewerber schon sehr früh das Gehalt aushandeln will. Das Augenmerk des Bewerbers sollte hier zuerst auf der Einstellung selbst liegen.

Todsünde Nr. 4: Uninformiert erscheinen

Peinlich wird es auch, wenn sich der Bewerber im Vorfeld nicht über seinen zukünftigen Job informiert, die Firma, Aufträge oder das Unternehmenskonzept nicht kennt. Sollte er hier nicht auf Fragen antworten können, wirkt dies uninteressiert und schlecht vorbereitet.

Todsünde Nr. 5: Verschlafen

Hatten Sie schon einmal ein Vorstellungsgespräch, zu dem der Bewerber um Welten zu spät kam und dann auch noch ganz offensichtlich „verschlafen“ aussah? Hier wirkt der Bewerber entweder sehr unzuverlässig oder wird sich nicht ausreichend präsentieren können, wenn er nicht fit ist.

Todsünde Nr. 6: Unklare Lebensplanung

Die letzte Todsünde in Bewerbungsgesprächen ist der Mangel an Vorstellung von der beruflichen Zukunft. Jeder Bewerber sollte sich darüber im Klaren sein, warum gerade er der Richtige für den angebotenen Job ist, wie er sich seine Arbeit und seine Zukunft innerhalb der Firma vorstellt und dies sollte er auch selbstsicher – und ohne Arroganz – präsentieren können.

Todsünde Nr. 7: Unechtes Auftreten

Hatten Sie schon einmal einen Bewerber, bei dem Sie das Gefühl hatten, dass Ihnen eigentlich jemand anderes gegenüber sitzt? Es ist schon sehr befremdlich, wenn sich ein Mensch völlig verstellt, in der Hoffnung dem anderen gefalle die Vorstellung. Bewerber sollten immer darauf achten, sich authentisch zu verhalten und keine anderen – möglicherweise schon erfolgreichen – Bewerber zu imitieren. Es geht hier nicht darum, wie gut man eine andere Person kopieren kann, sondern mit seiner eigenen Individualität zu überzeugen.

Wenn ein Bewerber diese sieben Todsünden vermeidet, hat er schon einmal die besten Voraussetzungen, um erfolgreich aus dem Vorstellungsgespräch zu kommen. Jetzt muss er es nur noch schaffen, Sie mit seiner Persönlichkeit und seiner Qualifikation zu überzeugen.

Lesen Sie weitere Fehler, die Bewerber im Vorstellungsgespräch besser vermeiden sollten, bei Arbeits ABC, Karrierebibel und Zehn.de.