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Wie Sie als Personaler mit schwierigen Mitarbeitern umgehen

Wenn Sie als Personaler im direkten Kontakt mit den Arbeitnehmern stehen, werden Sie sicherlich schon die eine oder andere negative Erfahrung machen müssen. Leider hat man es nicht immer mit der verständnisvollen, höflichen Sorte zu tun. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit den verschiedenen Mitarbeitertypen am besten umgehen.

Typ 1: Der „Betrogene“

Dieser Typ von Arbeitnehmer geht grundsätzlich davon aus, dass ihm alle ans Geld wollen – ganz besonders sein Arbeitgeber. Sein Chef (und natürlich auch Sie) sind nur dafür angestellt, um ihn in irgendeiner Art und Weise zu schröpfen. Er kommt im Regelfall zu Ihnen, weil er entweder in seiner Lohnabrechnung oder in seiner Zeitabrechnung einen vermeintlichen Fehler entdeckt hat. Stellen Sie sich darauf ein, dass es ein hartes Stück Arbeit wird, ihn davon zu überzeugen, dass er nicht betrogen wurde, sondern er lediglich einen Sachverhalt falsch verstanden oder interpretiert hat. Häufig wird es passieren, dass diese Überzeugungsarbeit nicht gelingt und er sich in seiner Meinung bestärkt fühlt.

Tipp: Versuchen Sie, diesem Arbeitnehmer den Sachverhalt so einleuchtend und anschaulich wie möglich zu erklären. Wenn er es Ihnen dann immer noch nicht glaubt, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als ein Machtwort zu sprechen. Manchmal kann es für die Glaubwürdigkeit noch helfen, wenn eine Ihnen übergeordnete Stelle das von Ihnen Gesagte bestätigt.

Typ 2: Der „Cholerische“

Ihre Tür geht auf, Ihr Arbeitnehmer betritt forschen Schrittes Ihr Büro und beginnt sofort zu poltern. Meist handelt es sich mehr um eine Kleinigkeit, wegen der er aus einer Mücke einen Elefanten macht. Sie bekommen wahrscheinlich in den ersten ein bis zwei Minuten des Gesprächs nicht einmal mit, wo das Problem eigentlich genau liegt, weil der Mitarbeiter so in Rage ist.

Tipp: Holen Sie diesen Mitarbeiter erst einmal von seinem cholerischen Anfall herunter und sorgen Sie dafür, dass er sich beruhigt. Dann bitten Sie ihn, dass er Ihnen kurz und knapp schildert, worin genau das Problem besteht. Suchen Sie dann gemeinsam nach einer Lösung. Geben Sie diesem Mitarbeitertyp das Gefühl, dass Sie sich für sein Anliegen interessieren und sich für ihn einsetzen wollen – dann frisst er Ihnen schnell aus der Hand.

Typ 3: Der „Aushorcher“

Diesen Mitarbeiter kennen Sie gut – vielleicht gehen Sie in der Pause gerne mit ihm in die Kantine oder trinken einen Kaffee. Dieser Mitarbeiter denkt, er hätte gute Connections in die Personalabteilung – und versucht bei jeder Gelegenheit, Sie unauffällig über Interna auszuhorchen.

Tipp: Machen Sie diesem Kollegen am besten schon frühzeitig klar, dass er von Ihnen keine Details zu erwarten hat. Füttern Sie ihn niemals mit Informationen, denn er wird sofort die Gelegenheit nutzen und weiter nachbohren. Seien Sie ihm gegenüber stets genauso diskret wie zu jedem anderen Mitarbeiter auch.

Typ 4: Der „Schleimer“

Dieser Mitarbeitertyp ist der Überzeugung, dass Sie der verlängerte Arm des Personalchefs oder der Geschäftsleitung sind. Deshalb schleimt er sich bei jeder Gelegenheit bei Ihnen ein, in der Hoffnung, dass Sie ihn dann unterstützen, wenn er einmal ein Anliegen bei der Geschäftsleitung vorbringen muss.

Tipp: Lassen Sie sich von solchen Mitarbeitern nicht einlullen – sie missbrauchen Sie im Endeffekt nur für ihre Zwecke und sind nur aus reinem Eigennutz nett zu Ihnen. Sicherlich wird es in der Praxis immer mal wieder passieren, dass man sich für Personen, die einem sympathisch sind, mehr einsetzt als für andere. Aber lassen Sie sich nicht von anderen instrumentalisieren.

Fazit

Sicherlich könnten Sie die Liste mit schwierigen Mitarbeitern noch weiter fortführen – sie ist endlos. Egal mit welchem Mitarbeitertyp Sie es morgen wieder zu tun haben, Sie sollten immer professionell und selbstbewusst reagieren. Lassen Sie sich weder auf Provokationen noch auf Schmeicheleien ein und nehmen Sie eine möglichst neutrale Haltung ein.

Erfahren Sie mehr zu den verschiedenen Mitarbeitertypen bei der Zeit, im Mitarbeiter-Blog und bei Zehn.de.

2017-05-22T12:16:54+00:00 26. Februar 2012|Personalmanagement|0 Kommentare

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