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Diese Voraussetzungen müssen Sie als Ausbildungsbetrieb erfüllen

In Zeiten des Fachkräftemangels entscheiden sich zunehmend mehr Unternehmen, ihren Nachwuchs selbst heranzuziehen. Die betriebliche Ausbildung gewinnt somit an Bedeutung. Allerdings kann nicht jeder Betrieb ausbilden, hierfür müssen ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Die Eignung des Betriebs für die Ausbildung

An erster Stelle muss natürlich der Betrieb insgesamt für eine Ausbildung geeignet sein. Das heißt, die Abläufe im Betrieb müssen es ermöglichen, dass dem Azubi alle wichtigen Ausbildungsinhalte auch praktisch vermittelt werden können. Wer also einen Einzelhandelskaufmann ausbilden will, wird kaum eine Chance haben, als geeignet zu gelten, wenn lediglich verschiedene Produkte hergestellt werden, aber der Verkauf keine Rolle im Unternehmen spielt.

Evtl. Defizite in einzelnen Bereichen der Ausbildung lassen sich durch Kooperationen mit anderen Unternehmen, eine Verbundausbildung oder überbetriebliche Ausbildungsstätten jedoch ausgleichen.

Der richtige Ausbilder

Ebenfalls muss ein geeigneter Ausbilder im Betrieb zur Verfügung stehen. Dieser muss sowohl persönlich, als auch fachlich geeignet sein. Als persönlich geeignet gilt dabei jeder Mitarbeiter, es sei denn, es bestehen Verbote zur Zusammenarbeit mit Minderjährigen. Das wäre bei Vorstrafen der Fall. Aber auch, wenn wiederholt gegen das Berufsbildungsgesetz verstoßen wurde, ist die persönliche Eignung des Ausbilders nicht mehr gegeben und er darf Jugendliche nicht mehr beschäftigen.

Eine weitere Vorgabe zur Eignung als Ausbilder ist es, das 24. Lebensjahr vollendet und eine Ausbildung in einem dem Ausbildungsberuf entsprechenden Beruf erfolgreich abgeschlossen zu haben. Zusätzlich muss entsprechende Berufserfahrung bestehen. Dann kann auch auf die allseits bekannte Ausbildereignungsprüfung verzichtet werden. Auch eine Meisterprüfung oder die „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA), nachgewiesen durch den AdA-Schein, befähigen zur Ausbildung von Jugendlichen. Am besten ist es natürlich, wenn die Ausbildereignungsprüfung bei der IHK ablegt wird. Deren Bestehen wird durch den Ausbilderschein nach Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) belegt. Als Vorbereitung auf diese Prüfung bietet z.B. das IBB, das größte private Institut für berufliche Bildung in Deutschland, umfassende Schulungen an. Diese können in verschiedenen Zeitmodellen besucht werden. Entweder als vierwöchige Vollzeitkurse, in Teilzeit über einen Zeitraum von acht Wochen und in Form von Abend- oder Samstagsunterricht. Die Abendkurse finden online statt. So können sich auch Berufstätige optimal auf die Prüfung vorbereiten und die Kurse in ihren Arbeitsalltag einbinden. Die Teilnahme an einer solchen Schulung ist zwar keine Pflichtvoraussetzung, um Ausbilder zu werden, aber sehr empfehlenswert.

Lesen Sie mehr zur Ausbildung in Betrieben bei Handwerk-Kompakt, bei Unternehmenshilfen.eu und bei Biallo.de.

2018-03-19T11:01:52+00:00 7. September 2010|Arbeitsrecht|0 Kommentare

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