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Diese zehn Fehler auf Karrierewebsites verärgern Bewerber

Eine Karrierewebsite ist für viele Jobsuchende das Einstiegsportal zum Bewerbungsprozess. Machen sie hier jedoch keine positiven Erfahrungen, kann sich der Besuch auch ins Gegenteil verkehren. Die folgenden Fehler sollten Arbeitgeber auf ihrer Karrierewebsite vermeiden, wenn sie ihre Bewerber nicht verärgern möchten.

Fehler 1: Karrierewebsite ist nur schwer zu finden

Arbeitssuchende nutzen Google und andere Suchmaschinen, um nach geeigneten Stellenangeboten zu suchen. Leider sind viele Karrierewebsites nicht auffindbar, weil sie keine gut ausformulierten und zielgruppenspezifischen Stellenbeschreibungen enthalten. Im Google-Ranking setzen sich oftmals die bekannten Jobportale durch. Ebenso problematisch ist es, wenn Besucher die Karriererubrik von anderen Unterseiten der Website aus nicht direkt erreichen können.

Fehler 2: Fehlende Strukturierung

Die Karrierewebsite ist zwar auffindbar, aber unübersichtlich. Der Bewerber sollte sofort erkennen können, welche Informationen er in welcher Rubrik findet. Idealerweise ist eine Karrierewebsite in verschiedene Bereiche strukturiert:

  • offene Jobangebote
  • Karrierechancen für verschiedene Zielgruppen (z. B. Schüler, Studenten, Young Professionals, Fachkräfte, Führungskräfte
  • Unternehmen als Arbeitgeber
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen
  • Informationen zum Bewerbungsprozess

Fehler 3: Stellenangebote sind nicht leicht zu erreichen

Die Bewerber müssen sich erst durch einige Rubriken klicken, um die Stellenangebote zu finden. Dies kostet unnötig Zeit. Optimalerweise kann der Zugriff auf die Stellenangebote direkt von der Startseite aus erfolgen. Ist diese Rubrik mit vielen Jobanzeigen gefüllt, die sich nicht nach bestimmten Kriterien wie Aufgabenfeld, Standort, Ausbildungslevel und Eintrittstermin filtern lassen, gilt dies als weiteres Hindernis.

Fehler 4: Unpräzise Jobbeschreibungen

Wer in der Jobbeschreibung nur unpräzise Angaben macht, begeistert den Leser kaum. Die Bewerber möchten wissen, welche Aufgaben der gesuchte Mitarbeiter ausführen und welche Voraussetzungen er mitbringen sollte.

Fehler 5: Das Unternehmen stellt sich nicht als Arbeitgeber vor

Das Unternehmen verzichtet darauf, sich auf der Karrierewebsite als Arbeitgeber vorzustellen. Allgemeine Formulierungen ohne konkrete Aussagen sind keine gute Präsentation. Die Bewerber sollten erfahren, warum es sich lohnt, für dieses Unternehmen zu arbeiten (zum Beispiel: konkrete Karrieremöglichkeiten, Weiterbildung, Sozialleistungen, Mitarbeitervergünstigungen).

Fehler 6: Zielgruppen werden nicht angesprochen

Aus der Karrierewebsite geht nicht hervor, welche Kandidaten das Unternehmen einstellen möchte. Es empfiehlt sich, die Bewerber anhand der Arbeitsbereiche anzusprechen.

Fehler 7: Keine Informationen zu Ansprechpartnern und Bewerbungsprozess

Jobinteressenten suchen auf der Karrierewebsite vergeblich nach den Kontaktdaten eines Ansprechpartners. Außerdem fehlen Informationen zum Bewerbungsprozess wie:

  • Welche Unterlagen und Dateiformate sind erwünscht?
  • Wie sieht das Auswahlverfahren aus?
  • Wann erhält der Bewerber eine Rückmeldung?
  • Wie lange dauert es durchschnittlich bis zur Entscheidung?

Fehler 8: Keine Karrierewebsite-Version für Mobilgeräte

Bewerber rufen die Karrierewebsites zunehmend via Smartphone oder Tablet ab. Wer keine oder eine schlecht aufbereitete Version für Mobilgeräte bietet, ist daher im Nachteil.

Fehler 9: Online-Bewerbung ist nicht möglich

Die Karrierewebsite bietet dem Besucher keine Möglichkeit, sich online zu bewerben. Ebenso problematisch ist es, wenn das Unternehmen die Online-Bewerbung zwar ermöglicht, aber den „Jetzt bewerben“-Button schlecht positioniert hat. Optimalerweise können Jobinteressenten ihren Bewerbungsprozess direkt neben der Stellenanzeige per Mausklick starten.

Fehler 10: Login und viele Fragen im Bewerbungsformular

Die Karrierewebsite fordert den Bewerber dazu auf, ein Nutzerkonto zu erstellen und sich einzuloggen, bevor er die Bewerbung einreicht. Es folgen Passwortvorgaben und Datenschutzerklärungen. Anschließend müssen die Kandidaten noch einige Fragen im Bewerbungsformular beantworten, die nicht klar ausformuliert sind. Diese Hürden kosten Zeit und Nerven, insbesondere dann, wenn zwischenzeitlich das System abstürzt und dabei die Daten verloren gehen.

Fazit: So einfach wie möglich

Wann immer Unternehmen an der Optimierung ihrer Karrierewebsite arbeiten, sollten sie eine Prämisse im Auge behalten: Die Website sollte gleichermaßen informativ wie konkret sein und es dem Bewerber leichtmachen, sich zu bewerben.

2017-11-23T22:04:00+00:00 23. November 2017|Recruiting|0 Kommentare

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