Löhne und Gehälter sind noch immer einer der häufigsten Streitpunkte zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gewerkschaften. Dabei gibt es den absolut gerechten Lohn allerdings nicht, so dass immer nur Näherungswerte erzielt werden können. Dennoch sollten Sie einige Anhaltspunkte berücksichtigen, um Ihre Mitarbeiter in eine gerechte Lohngruppe einstufen zu können.

Personalabrechnung

Die Anforderungen an den Mitarbeiter

Für die gerechte Lohneinstufung ist es notwendig, dass Sie die Anforderungen an Ihren Mitarbeiter möglichst genau kennen lernen. Ideal geeignet ist hierbei ein Anforderungsprofil, das Sie im Vorfeld der Besetzung einer Stelle erarbeiten sollten. Aus diesem gehen die spezifischen Anforderungen hervor, die Sie an den Mitarbeiter stellen.

Unter anderem ist die Vorbildung entscheidend, aber auch die Aufgaben, die übernommen werden sollen und die Verantwortung, die zu tragen ist, sind wichtige Merkmale für die Berechnung eines gerechten Lohnes.

Die Leistungen des Mitarbeiters

Im zweiten Schritt sollten Sie auch die Leistungen, die der Mitarbeiter tatsächlich erbringt, berücksichtigen, um eine gerechte Lohneinstufung zu erreichen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie eine Soll- und Ist-Leistungs-Analyse durchführen. So können Sie auch leistungsabhängige Lohnbestandteile mit einführen, die die Motivation der Mitarbeiter erhöhen können.

Trotz dieser Variablen, die in vielen Entgeltsystemen inbegriffen sind, muss der Grundlohn für die Tätigkeit ausreichend sein, um damit ein gutbürgerliches Leben führen zu können. Dies gilt insbesondere bei Vollzeit-Tätigkeiten. Insofern sind neben den spezifischen Anforderungen und Leistungen des Mitarbeiters auch die regionalen Lebenshaltungskosten entscheidend. Diese Punkte sollten Sie für eine gerechte Lohneinstufung unbedingt berücksichtigen, da andernfalls die Motivation der Mitarbeiter schnell sinken kann. Das wiederum führt zu schlechteren Arbeitsergebnissen, die sich auch negativ auf das gesamte Unternehmen auswirken können.

Mehr zum Thema gerechte Entlohnung aus verschiedenen Sichtweisen, können Sie bei Blog.Bena, im Umsetzungsblog und bei Eduard Bruns lesen.