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Wer von einem Burn-Out-Syndrom bedroht ist

Es gibt bestimmte Gruppen, bei denen ein erhöhtes Risiko für das Burn-Out-Syndrom besteht. Passieren kann es aber durchaus jedem, der sich selbst zu viel Arbeit aufbürdet und den Stress zu weit sein eigenes Leben bestimmen lässt. Im Grunde ist also jeder gefährdet, der sich selbst zu viel Arbeit auferlegt. Auch bei alleinerziehenden Müttern kann es sogar vorkommen, dass sie am Burn-Out-Syndrom erkranken, da sie oft niemanden haben, der sie entlastet und somit auch ständig „unter Strom“ stehen. Folgende Gruppen sind stark gefährdet:

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Manager und beruflich höher gestellte Personen

Besonders im Job eines Managers oder bei Menschen, die in einer leitenden Position sind, kommt dieses Syndrom oft vor. Die Betroffenen stehen in ihrem Beruf unter einem enormen Druck und besonders dann, wenn sie diesen Job noch nicht sehr lange machen, sehen sich die meisten unter Zugzwang und delegieren keine Aufgaben an andere Personen, aus Angst, dass diese Aufgaben nicht richtig erledigt werden.

Zudem haben Manager einfach häufig damit zu kämpfen, dass sie ihre Arbeitszeit nicht immer so effektiv ausnutzen können, wie sie es sich wünschen würden. Die Folge sind massenweise Überstunden, die sich auch auf das Privatleben auswirken. Es wird oft auch noch Arbeit mit nach Hause genommen und ein Ende ist selten in Sicht.

Soziale Berufe

Besonders in den sozialen Berufen ist nicht direkt nach Arbeitsschluss die Arbeit auch wirklich beendet. Oft macht man sich auch nach dem ersehnten Feierabend noch weitere Gedanken über die Arbeit, denn tagtäglich kommen Menschen in sozialen Berufen mit sozial schwierigen Fällen in Berührung. Wer da nicht lernt, nach der Arbeit wirklich abzuschalten und sich abzulenken, steuert direkt auf einen Burnout zu.

Im Privatleben

Das Burn-Out-Syndrom muss nicht zwingend immer nur bei berufstätigen Menschen auftreten. Wenn man beispielsweise als Mutter alles unter einen Hut bekommen möchte und sich zusätzlich noch weitere Aufgaben anderer aufbürdet, kann dies ebenfalls zum Burn-Out-Syndrom führen. Denn besonders in diesen Fällen kann eine hohe Belastung durch ein eventuell pflegebedürftiges Kind oder andere Faktoren dazu führen, dass man an dem Burn-Out-Syndrom erkrankt, sofern man sich nicht den entsprechenden Ausgleich sucht oder Aufgaben an andere weiterdelegiert.

Vorbeugung des Burn-Out-Syndrom

Im Großen und Ganzen können alle Maßnahmen, die zur Entspannung dienen und die den Stress im Alltag und im Beruf verringern, einem Burnout vorbeugen. Ein gesundes Gleichgewicht zwischen den Belastungen in der Familie und im Beruf sollte Grundvoraussetzung sein. Man muss Freizeit für sich selbst finden können und eine übermäßige Belastung sowohl im Beruf als auch im Privatleben darf nicht zu einem Dauerzustand werden. Solche Situationen dürfen zwar immer mal wieder auftauchen, diese sollten aber auch genauso schnell wieder verschwinden.

Die Eigen- und auch die Fremdwahrnehmung sollten unbedingt trainiert werden. Man hat damit die Möglichkeit, herauszufinden, welche Umstände zu einem Burn-Out-Syndrom beitragen und wie man sie umgehen kann. Es ist wichtig, dass man auch anfängt, Arbeiten in seinem Job auch einmal an andere zu delegieren und sich selbst somit mehr Freiraum zu schaffen. Auch die Perfektion sollte nicht immer im Vordergrund stehen.

Auch einmal „Nein“ sagen können

Man sollte einen Ausgleich zu den Stressfaktoren finden und in der Freizeit neuen oder alten Hobbys nachgehen, um die entsprechende Ruhe zu bekommen. Es ist unheimlich wichtig, die eigenen Bedürfnisse und Ziele im Leben festzustecken, aber auch Grenzen zu setzen, damit man nicht wieder in die gleiche Falle tappt. Man muss nicht immer zu allen Dingen, um die man gebeten wird, oder zu allen Aufgaben, die anstehen, „Ja“ sagen. Man muss auch einmal „Nein“ sagen können und sich seine eigenen Prioritäten setzen.

Gesund leben

Auch eine gesunde Lebensweise kann durchaus helfen, einem Burnout vorzubeugen. Eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung und eine ausreichende Vitaminzufuhr durch Obst und Gemüse können hier sehr hilfreich sein. Alkohol sollte nicht als Werkzeug zur vermeintlichen Entlastung dienen. Jeden Tag sollte man sich mindestens 30 Minuten sportlich betätigen; hier kann auch schon eine schneller Spaziergang im Park oder eine Runde Joggen sehr hilfreich sein.

Mehr zum Burn-Out-Syndrom finden Sie im Bournout-Blog, in der Karrierebibel und bei Lifestyle T-Online. Auch bei Bornout-Coaching gibt es Infos.

2017-05-22T12:17:17+00:00 9. Dezember 2010|Personalmanagement|0 Kommentare

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