Direkte Zuwendungen

Eine der gängigsten Sozialleistungen sind die so genannten direkten Zuwendungen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Gratifikationen, wie etwa das Weihnachtsgeld, eine Jahreszahlung oder Geldgeschenke zu einer Hochzeit sowie der Geburt eines Kindes. Auch Zahlungen zu vermögenswirksamen Leistungen, wenn sie nicht tarifvertraglich abgesichert sind, fallen unter die direkten Zuwendungen, die unmittelbar dem Arbeitnehmer zufließen. Direkte Zuwendungen können aber auch Aktien des eigenen Unternehmens sein, die der Arbeitnehmer im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen erwerben kann.

Gratifikationen

Eine Art von Sondervergütung, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zusätzlich zu ihrem Gehalt zahlen kann, sind Gratifikationen. Diese Zuwendungen orientieren sich allerdings nicht an der Leistung des jeweiligen Mitarbeiters, sondern sind vielmehr Zahlungen zu einem besonderen Anlass. Das kann ein Betriebsjubiläum sein oder auch ein runder Geburtstag. Wird eine Gratifikation als freiwillige, soziale Leistung gezahlt, dann hat sie immer einen Entgeltcharakter und wird mit den entsprechenden Abzügen belegt.

Geldwerte Vorteile

Bei den geldwerten Vorteilen handelt es sich um Leistungen, die dem Arbeitnehmer einen privaten Aufwand erspart. Das kann zum Beispiel die Nutzung eines firmeneigenen oder auch extra angemieteten Tennisplatzes sein, die Möglichkeit, kostenlos zu telefonieren oder das Faxgerät für private Nachrichten zu nutzen. Aber auch wenn der Arbeitgeber Dienstkleidung zur Verfügung stellt, gehört das zu den geldwerten Vorteilen. Ist die Dienstkleidung allerdings von berufsgenossenschaftlicher Seite Vorschrift, dann gehört sie nicht mehr zu den geldwerten Vorteilen.

Betriebliche Sozialleistungen

Zu den typischen betrieblichen Sozialleistungen, die noch aus vergangenen Zeiten stammen, gehört die Hilfe in Notfällen. Wenn in der Familie eines Angestellten ein Unglück passiert, dann kann der Arbeitgeber zum Beispiel finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die erste größte Not der Familie zu lindern. Diese Hilfsleistungen sind für den Arbeitnehmer bis zu einer Summe von 600 Euro im Jahr nicht steuerpflichtig. In vielen Betrieben gibt es zum Beispiel auch noch aus alter Zeit, eine so genannte Sterbekasse, aus der eine Beihilfe zu den Kosten für eine Beerdigung gezahlt wird. Ebenfalls aus früherer Zeit sind die Unterstützungskassen, die es in manchen Betrieben noch heute gibt. Sie gehören nicht zur betrieblichen Altersvorsorge, gewähren aber beispielsweise Zahnersatz, Brillen oder andere Hilfsmittel. Ob diese Form der betrieblichen Sozialleistungen noch in die heutige Zeit passt, wird immer wieder heftig diskutiert.

Zu den betrieblichen Sozialleistungen zählen aber auch Kredite für die Arbeitnehmer. Ein einfacher Vorschuss, der bis zu einer Höhe von 2.600 Euro im Jahr steuerfrei ist, gehört ebenso dazu wie auch ein zweckgebundener Kredit für den Kauf eines Autos, wenn der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz nur sehr schlecht oder auch gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann, was häufig bei Schichtarbeitern der Fall ist.

Um größere Summen geht es, wenn ein Darlehen zum Bau eines Hauses gewährt wird. Diese Form der betrieblichen Sozialleistungen hat eine sehr hohe Bindungsfunktion des Arbeitnehmers an seinen Arbeitgeber.