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Vier Tipps für ein erfolgreiches Gespräch zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter

Es liegt in der Verantwortung der Führungskraft, ein Mitarbeitergespräch zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Diese vier Tipps unterstützen dabei, ein Gespräch zu führen, das für den Vorgesetzten und den Mitarbeiter positiv endet.

Tipp 1: Reden und zuhören

Mitarbeitergespräche dienen dem gegenseitigen Austausch und der Problemlösung. Sie sollten nicht als Monologe des Vorgesetzten ablaufen. Es ist wichtig, dass ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zwischen Reden und Zuhören herrscht.

  • Ausreden lassen
    Gutes Zuhören verlangt, dass der Vorgesetzte sein Gegenüber nicht unterbricht. Der Mitarbeiter sollte seine Sätze ohne Unterbrechungen zu Ende bringen können.
  • Nachfragen
    Mögliche Missverständnisse sind zu vermeiden. Deshalb sollte der Vorgesetzte bei Unklarheiten nachfragen, um abzuklären, ob er den Mitarbeiter richtig verstanden hat. Rückfragen finden erst dann statt, wenn das Gegenüber seinen Gedankengang fertig formuliert hat. Zwischenfragen während es Redeflusses sind nicht angebracht.
  • Aufmerksamkeit schenken
    Der Mitarbeiter verdient während des Gesprächs die volle Aufmerksamkeit. Das bedeutet, dass hier Gedanken über die nächste Frage, die eigene Antwort oder über andere Termine keinen Platz haben. Es ist wichtig, den Worten des Gegenübers aufmerksam zu folgen und allenfalls wichtige Punkte zu notieren.
  • Inhalte zusammenfassen
    Vorgesetzte sollten die Kernaussagen zusammenfassen, um den Mitarbeitern zu symbolisieren, dass sie gut zugehört haben. Diese Methode hilft dabei, das Mitarbeitergespräch zu strukturieren und den Überblick zu behalten.

Tipp 2: Sich vorbereiten

Ein erfolgreicher Gesprächsausgang beginnt mit einer guten Vorbereitung.

  • Ziele und Inhalte definieren
    Idealerweise definiert der Vorgesetzte vor dem Gesprächsbeginn die Ziele und Inhalte. Ein schriftlicher Leitfaden mit Stichworten kann dabei helfen. Über diese Punkte ist der Mitarbeiter zu informieren, bevor das Gespräch beginnt.
  • Sachliche Informationen sammeln
    Ein erfolgreiches Gespräch setzt voraus, dass alle wichtigen Daten, Zahlen und Fakten vorhanden sind. Führungskräfte sollten die erforderlichen Informationen im Vorfeld zusammentragen, um sie parat zu haben.
  • Mitarbeiter zeitgerecht informieren
    Der Arbeitnehmer muss die Gelegenheit haben, sich auf den Gesprächstermin vorzubereiten. Eine rechtzeitige Einladung führt dazu, dass der Mitarbeiter mit einem guten Gefühl in das Gespräch geht.

Tipp 3: Genügend Zeit einplanen und für eine ungestörte Umgebung sorgen

Zeitdruck kann sich auf den Gesprächserfolg negativ auswirken. Deshalb sollte das Mitarbeitergespräch nur dann stattfinden, wenn die Gesprächspartner für eine gewisse Zeitspanne ungestört reden können.

Das bedeutet, dass

  • keine dritten Personen den Raum betreten
  • kein läutendes Telefon das Gespräch unterbricht und
  • weder E-Mails beantwortet noch WhatsApp-Nachrichten gelesen werden.

Diese Unruheherde stören den Gesprächsverlauf und geben dem Mitarbeiter das Gefühl, dass ihm der Vorgesetzte nicht richtig zuhört oder ihn zu wenig ernst nimmt.

Tipp 4: Beide Gesprächspartner als Gewinner hervorgehen lassen

Idealerweise gehen aus einem Mitarbeitergespräch der Arbeitgeber und der Beschäftigte als Gewinner heraus. Es sollte auf beiden Seiten zumindest ein Teilerfolg eintreten. Dies erfordert eine gute Mischung aus Wertschätzung, Offenheit und Selbstbewusstsein. Es geht darum,

  • Worte genau zu erfassen
  • Ansichten, Ansprüche und Motive des Gegenübers nachzuvollziehen
  • die eigene Sichtweise und die dazugehörigen Beweggründe zu berücksichtigen
  • Unterschiede zu erkennen

Selbst wenn die Anschauungen weit auseinander liegen, sollten Führungskräfte versuchen, die Gemeinsamkeiten herauszufiltern und einen Kompromiss herauszuarbeiten, der für den Arbeitgeber und den Mitarbeiter tragbar ist. Diese Sichtweise ermöglicht ein Gespräch auf Augenhöhe. Der Beschäftigte sollte das Gefühl haben, dass ihn der Vorgesetzte schätzt, ihm Vertrauen entgegenbringt und ein offenes Ohr für seine Anliegen hat.

2019-02-22T03:43:13+00:00 23. Februar 2019|Personalmanagement|0 Kommentare

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