Unzufriedene Mitarbeiter gefährden mit ihrer negativen Einstellung die Motivation und Leistungsfähigkeit des gesamten Teams. Führungskräfte sollten deshalb wachsam sein und aktiv werden, sobald sie bei einem Teammitglied permanente Unzufriedenheit wahrnehmen.

Anzeichen beachten und unzufriedene Mitarbeiter erkennen

Es gibt einige Anzeichen, die auf einen unzufriedenen Mitarbeiter schließen lassen. Der Mitarbeiter

  • meckert viel und zeigt sich permanent unzufrieden.
  • fällt mit negativen Kommentaren gegenüber Kollegen und Führungskräften auf.
  • verbreitet eine schlechte Stimmung im Team.
  • trägt keine konstruktiven Vorschläge bei und verhält sich destruktiv.

Unzufriedene Teammitglieder senken die Motivation im Team und können sich negativ auf den Teamerfolg auswirken. Für Führungskräfte ist es wichtig, unzufriedene Mitarbeiter zu erkennen und rechtzeitig Schritte einzuleiten, um Schaden abzuwenden.

Gesamteindruck verschaffen und eigenes Verhalten hinterfragen

Zuerst sollten Führungskräfte die Situation des Teams analysieren und das eigene Führungsverhalten hinterfragen. Wenn es keine Anhaltspunkte dafür gibt, den Führungsstil zu ändern, geht es darum, auf das Verhalten des unzufriedenen Mitarbeiters aktiv zu reagieren. Die destruktiven Bemerkungen und Verhaltensweisen zu ignorieren, ist hingegen der falsche Weg. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die negative Stimmung auf die Kollegen übergreift und das Team in seiner Gesamtheit demotiviert wird. Unzufriedene Mitarbeiter benötigen Unterstützung von außen, um ihre Einstellung zu ändern und wieder mehr Motivation zu erlangen.

Die Perspektive wechseln

Führungskräfte, die mit einem unzufriedenen Mitarbeiter konfrontiert sind, sollten auch die Perspektive wechseln und versuchen, sich in die Situation des Betroffenen zu versetzen. Es geht darum, Denkweise, Bedürfnisse, Gefühle, Sorgen, Ängste und Probleme des Mitarbeiters zu analysieren und im Idealfall zu verstehen. Außerdem ist zu klären, ob sich der Betroffene mehr Anerkennung wünscht und die Unzufriedenheit auf mangelnde Wertschätzung zurückzuführen ist. Dieser Perspektivenwechsel erweist sich als gute Vorbereitung auf das Mitarbeitergespräch.

Den Mitarbeiter auf sein Verhalten ansprechen

Wenn Führungskräfte die negative Einstellung und das destruktive Verhalten im Unternehmensalltag feststellen, ist es an der Zeit, diese Situation bei einem Vieraugengespräch anzusprechen. Sie sollten sich jedoch auf keine Diskussion einlassen, sondern dem Betroffenen Zeit geben, über Einstellung und Verhalten nachzudenken. Oftmals ist es einem unzufriedenen Mitarbeiter gar nicht bewusst, dass seine Unzufriedenheit bereits zu einer negativen Grundhaltung geführt hat.

Ursache des Verhaltens ergründen

Im Idealfall erhält der Mitarbeiter schon am nächsten Tag nach dem Erstgespräch die Gelegenheit, seine Sichtweise darzulegen. Bei diesem Anlass sollten die Gründe für die Unzufriedenheit abgeklärt werden. Es geht darum, den Auslöser zu finden, der schließlich in eine Negativspirale gemündet ist. Wenn sich der Mitarbeiter über diesen Umstand bereits mit Arbeitskollegen ausgetauscht hat, kann sich die Unzufriedenheit bereits im Team ausgebreitet haben.

Auf dem Weg zu neuer Motivation unterstützen

Das Ziel besteht darin, dass der unzufriedene Mitarbeiter wieder neue Motivation findet und seine Leistungsfähigkeit wiedererlangt. Auf dem Weg dorthin sollte die Führungskraft dem Betroffenen unterstützend zur Seite stehen und aktiv Hilfe anbieten.

Lob und Wertschätzung äußern

Die Aufgabe der Führungskraft besteht darin, den unzufriedenen Mitarbeiter aus seiner Negativspirale herauszuführen und ihn für sichtbare Fortschritte zu loben. Wenn sich der Betroffene beispielsweise mit konstruktiven Ideen in ein Teamprojekt einbringt, ist dies eine gute Gelegenheit, um dieses positive Verhalten hervorzuheben und ihm das Gefühl zu geben, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet. Wertschätzung und Anerkennung sind wichtige Faktoren, um die Negativspirale zu beenden und die Motivation wiederzuerlangen.

Whitepaper zum Thema