Der Begriff Employee Experience wird seit einigen Jahren im HR-Bereich zunehmend wichtiger. Mit neuer Software und Weiterbildungsangeboten gibt es einige Instrumente, die bei der Umsetzung helfen.

Was ist Employee Experience?

Employee Experience fasst alle Erfahrungen und Interaktionen zusammen, die Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit dem Unternehmen und den darin agierenden Personen machen. Dazu gehören auch Eindrücke und Emotionen, weshalb diese Mitarbeitererfahrung ein entscheidender Gradmesser in puncto Zufriedenheit und Motivation darstellt. Employee Experience spannt einen Bogen vom Rekrutierungsprozess inklusive Bewerbungsgespräch über den ersten Arbeitstag (Stichwort: Onboarding) und die laufende Tätigkeit bis zum Austrittsgespräch (Offboarding). Mitarbeiter kommen mit dem Unternehmen vor allem in den drei Hauptbereichen physische Arbeitsumgebung im Büro oder Homeoffice, kulturelle Aspekte und technische Umgebung (Geräte und Tools) in Berührung. Selbst wenn es nur in einem dieser Bereiche Probleme gibt, kann sich dies negativ auf die Beziehung auswirken.

Physische Arbeitsumgebung

Die physische Arbeitsumgebung entscheidet neben anderen Faktoren darüber, wie konzentriert, motiviert, kreativ und produktiv Mitarbeiter arbeiten können. Es ist ein weiter Begriff, der alles einschließt, was die Sinne der Beschäftigten reizt (Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Berühren). Die physische Arbeitsumgebung geht über bequeme Stühle und einen praktischen Schreibtisch hinaus und erfasst etwa auch Designelemente und Pflanzen.

Kulturelle Umgebung

Die kulturelle Seite schließt Kriterien wie Unternehmenskultur, Mitarbeiterführung und Organisationsstruktur ein. Es geht darum, die Gefühle der Mitarbeiter zu erfragen, sich in die Beschäftigten hineinzuversetzen und die Stärke der emotionalen Bindung zum Unternehmen zu fördern. Das Ziel besteht darin, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen.

Technische Umgebung

Die technische Umgebung betrifft alle Tools, die die Beschäftigten benötigen, um ihre Tätigkeit bestmöglich auszuüben. Bei der Entscheidung für bestimmte Werkzeuge spielen diese Aspekte eine wichtige Rolle:

  • einfache Kommunikation ermöglichen
  • durchschaubaren Informationsfluss fördern
  • Übersicht im Projektmanagement
  • technologische Fähigkeiten der Mitarbeiter

Unternehmen sollten sich bei der Auswahl der Tools an den Anforderungen der Mitarbeiter orientieren, die mit diesen Werkzeugen arbeiten.

Bedürfnisse der Mitarbeiter in Schlüsselmomenten

Vor allem in Schlüsselmomenten wie dem ersten Arbeitstag, einer Krisensituation, einem privaten Problem oder einer Veränderung im Unternehmen können die Verantwortlichen positiv zur Employee Experience beitragen, indem sie die Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen, ein offenes Ohr haben und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Dabei ist insbesondere der Wunsch nach Anerkennung, Wertschätzung, Verständnis und Sicherheit zu beachten.

Warum positive Mitarbeitererfahrungen wichtig sind

Bei der Employee Experience geht es darum, langfristig positive Berührungspunkte zu schaffen und die generelle Zufriedenheit zu steigern.

  • Arbeitsleistung und höhere Produktivität: Zufriedene Mitarbeiter sind leistungsfähiger und beim Arbeiten effizienter, sodass sie zu einer höheren Produktivität beitragen.
  • Kundenzufriedenheit: Motivierte Mitarbeiter fördern mit ihrem Engagement auch die Zufriedenheit der Kunden. Sie sind wichtige Markenbotschafter für das Unternehmen und eröffnen damit Chancen im Employer Branding.
  • Mitarbeiterakquise: Ein positives Image als Arbeitgeber hilft bei der Mitarbeiterakquise. Wenn bestehende oder frühere Mitarbeiter von guten Erfahrungen mit dem Unternehmen berichten, ist es einfacher, neue Mitarbeiter zu finden.
  • Kreativität: In weiterer Folge fördert eine positive Employee Experience Kreativität und Innovationsfähigkeit im Unternehmen.
  • Mitarbeiterbindung: Zudem lässt sich die Mitarbeiterbindung steigern und die ungewünschte Mitarbeiterfluktuation reduzieren. Dies senkt die Kosten.
  • Höhere Gewinne: Unternehmen, die in eine positive Employee Experience investieren, dürfen sich über höhere Gewinne freuen.

Employee Experience messen

Wie erfolgreich die Bemühungen um die Employee Experience sind, können Unternehmen unter anderem anhand von operativen Key Performance Indicators (KPIs) messen. Dazu gehören Mitarbeiterfluktuation, Krankenstände, Mitarbeiterzufriedenheit und die Leistung einzelner Teams und des gesamten Unternehmens (Umsätze, Gewinn).

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