Die Gewinnung von Fachkräften mit Hilfe von Stellenanzeigen ist eine der Hauptherausforderungen für HR. Erste Ergebnisse der Studie „Voices of HR“, die im Dezember vorgestellt wird, zeigen: Viele Arbeitgeber würden gerne die Reichweite ihres anzeigengestützten Recruitings erhöhen. Das Problem: Es fehlt Know-how über die notwendigen Methoden und Technologien. Wir zeigen, wie Sie mit einfachen Tricks und modernen Tools Ihre Recruiting-Reichweite erhöhen – mit jeder Anzeigenschaltung.

Tipp 1: Stellentitel für Kandidaten optimieren

Zentrale Grundlage für eine hohe Recruiting-Reichweite ist der Stellentitel. Wird dieser unpassend gewählt, können Kandidaten das entsprechende Karriereangebot gar nicht erst finden!

Bei jeder Anzeigenschaltung sollten Sie deshalb vorab überlegen: Welchen Jobtitel würde mein Idealkandidat für die Jobsuche nutzen? Bei der Beantwortung dieser Frage kann es helfen, in den kollegialen Austausch zu gehen: Diskutieren Sie mit anderen Recruitern oder mit dem ausschreibenden Fachbereich, welche Titel für einzelne Vakanzen in Frage kommen, und wählen Sie gemeinsam den Titel aus, der am besten zum Suchverhalten Ihrer Zielgruppe passt.

Tipp: Mit Hilfe von Google Trends können Sie aus verschiedenen Jobtiteln denjenigen identifizieren, der das höchste Suchvolumen erwarten lässt. Wertvolle Impulse zur Auswahl des passenden Stellentitels bieten außerdem Fachveröffentlichungen wie das E-Book „Stellenanzeigen: Alles, was Sie wissen müssen“.

Tipp 2: Verschiedene Recruiting-Medien nutzen

Das Angebot an Recruiting-Medien ist heute vielfältiger denn je. Ob Generalist oder Spezialjobbörse, regionale, deutschlandweite oder sogar internationale Anbieter – bei der Auswahl geeigneter Kanäle haben Personalverantwortliche mit jeder neuen Vakanz die Qual der Wahl.

Um die Recruiting-Reichweite nachhaltig zu erhöhen, gilt es deshalb, für jede Stellenausschreibung einen individuellen Media-Mix zu entwickeln: Nur so kann die gewünschte Zielgruppe an möglichst vielen relevanten Touchpoints erreicht werden. Oft empfiehlt sich eine Kombination aus allgemeiner Jobbörse, einem spezialisierten Fachportal und einem regionalen Anbieter – ergänzt um trafficfördernde Maßnahmen via Google und Facebook.

Tipp: Für die Schaltung von Stellenanzeigen über verschiedene Portale – sogenannte Multipostings – gibt es Agenturen, die sich auf zielgruppenspezifische Mediaempfehlungen spezialisiert haben. Es kann sich lohnen, die Auswahl der passenden Kanäle an entsprechende Dienstleister auszulagern!

Tipp 3: Auch passive Kandidaten ansprechen

Wussten Sie, dass nur 20 Prozent der Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt aktiv nach einem Job suchen und über klassische Stellenanzeigen in Recruiting-Portalen erreichbar sind? Um Ihre Reichweite zu erhöhen, sollten Sie auch die 80 Prozent passiven Fachkräfte in den Blick nehmen, die – obwohl nicht aktiv auf Jobsuche – zu einem großen Teil latent wechselwillig sind.

Damit das gelingt, müssen Sie Ihre Recruiting-Zone gezielt ausweiten: durch die Schaltung von Anzeigen bei Facebook und Instagram, die direkte Ansprache von geeigneten Kandidaten in Karriere-Netzwerken und das Buchen von jobspezifischen Google Ads. Ihre Chance: Sie sprechen passive Kandidaten in ihrer digitalen Komfortzone an, bevor sie aktiv nach einer neuen beruflichen Herausforderung suchen – und erreichen sie vor Ihren Mitbewerbern!

Tipp: Mittlerweile gibt es spezialisierte Recruiting-Produkte auf dem Markt, die die Schaltung von Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken und bei Google drastisch erleichtern – zum Beispiel unser SOCIALboost. Sie müssen sich also nicht selbst in die oft komplizierten Werbemechanismen von Facebook und Co. einarbeiten!

Tipp 4: Bei Bedarf Zusatzreichweite einkaufen

Wenn es trotz ausgefeiltem Recruiting-Mediamix nicht gelingt, genügend Kandidaten auf die eigene Stellenanzeige zu locken, können sogenannte CPC-Postings unterstützen: Im Sinne des Prinzips „Cost per Click“ wird Ihr Jobangebot automatisch dort ausgespielt, wo sich passende Kandidaten auf Jobsuche befinden. Das Besondere: Kosten werden für Sie nur fällig, wenn auch wirklich Kandidaten auf Ihre Anzeige klicken.

Mit CPQA (Cost per Qualified Applicant, dt.: Kosten pro qualifiziertem Bewerber) steht außerdem bereits die nächste Recruiting-Revolution in den Startlöchern. Anbieter mit diesem Modell erheben nur dann Gebühren, wenn sie mit ihrem Angebot echte Bewerbungen für Ihr Unternehmen generieren: Nutzen Sie diese Möglichkeit, um Ihr Budget direkt in passende Bewerber zu investieren.

Tipp: Prüfen Sie, welche ergänzenden Reichweitenangebote am besten zu Ihrem Recruiting-Projekt passen – zum Beispiel die performancebasierte Schaltung mit JOBboost oder das CPQA-Angebot von hijob select.

Tipp 5: Kandidaten mit Retargeting überzeugen

„Liebe auf den ersten Klick“ ist für die meisten Jobsuchenden die Ausnahme. In der Regel müssen sie mehrfach auf eine Stellenanzeige gelenkt werden, um sich für eine Bewerbung zu entscheiden – bei passiven Kandidaten rechnet man mit ganzen acht Kontaktpunkten, die notwendig sind!

Umso wichtiger ist es, Stellenanzeigen mehrfach an interessierte Personen auszuspielen. Die Technik dahinter ist das sogenannte Retargeting: Entlang der Candidate Journey werden immer wieder Touchpoints platziert, um potenzielle Mitarbeiter auf das eigene Karriereangebot aufmerksam zu machen. Diese Touchpoints beschränken sich nicht auf Jobbörsen und andere Recruiting-Plattformen, sondern können auch als Werbeanzeigen in Newsportalen, sozialen Netzwerken oder Suchmaschinen erscheinen – so lange bis sich die Zielkandidaten beworben haben.

Tipp: Es gibt zahlreiche spezialisierte Anbieter und Produkte, die Anzeigen per Retargeting mehrfach an ausgewählte Zielgruppen ausspielen – zum Beispiel Wonderkind.

Autor: Raven51

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