Arbeitgeber, die im Bewerbungsprozess Fehler machen, vergrämen Bewerber und schmälern damit die Chance, eine Stelle gut nachzubesetzen.

Gründe, warum Bewerber abspringen

Einiger statista-Erhebung zufolge gibt zahlreiche Gründe, warum Kandidaten den Bewerbungsprozess vorzeitig beenden:

  • Verfahren ist umständlich: 56 Prozent
  • Unternehmen reagiert zu langsam: 42,5 Prozent
  • Unternehmensvertreter treten unsympathisch auf: 41,9 Prozent
  • Stellenanzeige ist schlecht: 16,3 Prozent
  • mobile Bewerbungsmöglichkeiten fehlen: 9 Prozent

Neun Fehler im Bewerbungsprozess

Diese neun Fehler sollten Unternehmen jedenfalls vermeiden:

  1. Schlecht gemachte Karrierewebsite

Weder eine inhaltsleere noch eine überfüllte Karrierewebseite spricht Bewerber an. Die Karrierewebseite sollte die wichtigsten Informationen zu Jobs und Bewerbungsprozess übersichtlich darstellen.

  1. Stellenanzeige ist zu lang oder inhaltsleer

Auch bei den Stellenanzeigen sollte das Unternehmen in puncto Informationsgehalt einen Mittelweg gehen. Bei zu langen Texten besteht die Gefahr, dass Bewerber sofort abspringen. Gleichzeitig wünschen sie sich Klarheit über die Stelle, die Anforderungen, den Tätigkeitsbereich und das Unternehmen.

  1. Bewerbungsformular ohne CV-Parsing

Wenn Unternehmen ein Bewerbungsformular ohne CV-Parsing einsetzen, müssen die Bewerber die einzelnen Daten aus dem Lebenslauf in die jeweiligen Felder eintragen. Das kostet Zeit und schreckt Jobkandidaten möglicherweise ab. Für das Unternehmen selbst hat ein CV-Parser den Vorteil, dass alle Informationen automatisch in das Bewerbermanagementsystem übertragen werden.

  1. Mobile Bewerbung ist nicht möglich

Wenn die Karriereseite und die Stellenanzeige auf die mobile Nutzung mit Smartphones nicht ausgerichtet sind, kann dies dazu führen, dass einige Bewerber vorzeitig aufgeben. Beide Instrumente sollten auf mobile Endgeräte zugeschnitten sein. Es ist wichtig, dass Jobinteressenten ihre Bewerbungen samt Unterlagen via Smartphone und Tablet einreichen können.

  1. Keine Angaben zu Mitarbeitervorteilen

Wenn Bewerber auf der Karrierewebseite und in der Stellenanzeige keine Angaben zu Benefits finden, verlieren sie möglicherweise schnell das Interesse an einer Bewerbung. Unternehmen sind gut beraten, entsprechende Vorteile in Bereichen wie Gesundheit, Soziales, Personalentwicklung und Weiterbildung, Rabatte und Prämien klar zu kommunizieren.

  1. Eingangsbestätigung zu spät oder gar nicht verschicken

Bewerber wünschen sich Sicherheit darüber, ob die Bewerbung angekommen ist. Je schneller das Unternehmen mit einer automatischen oder – noch besser – einer persönlichen Eingangsbestätigung reagiert, desto positiver ist der vermittelte Eindruck auf den Jobsuchenden. Im Idealfall erfolgt die Eingangsbestätigung binnen 24 Stunden.

  1. Termin kurzfristig absagen oder unpünktlich erscheinen

Bewerber müssen sich ihre Zeit einteilen, um den Gesprächstermin wahrnehmen zu können. Umso ärgerlicher ist es, wenn das Unternehmen den vereinbarten Termin kurzfristig absagt oder verschiebt. Auch wenn die Person, die das Gespräch führt, verspätet eintrifft, wirft dies ein schlechtes Bild auf den Arbeitgeber und auf die Grundeinstellung gegenüber Bewerbern.

  1. Unvorbereitet in das Bewerbungsgespräch gehen

Arbeitgeber die unvorbereitet ins Gespräch gehen und daher nicht über den Kandidaten und dessen Lebenslauf Bescheid wissen, kommen nicht gut an. Besonders unprofessionell ist es, den Jobkandidaten mit dem falschen Namen anzusprechen und die Bewerbungsunterlagen erst gar nicht gelesen zu haben.

  1. Nicht absagen oder auf das Bewerbungsgespräch nicht mehr reagieren

Wenn Arbeitgeber keine Absage schicken und damit die Bewerbung unbeantwortet lassen, ruft dies bei Bewerbern Frust und Unmut hervor. Es vermittelt einen schlechten Eindruck, den Kandidaten nicht abzusagen. Auch Bewerber, die zu einem Gespräch eingeladen wurden, erwarten sich eine schnelle Reaktion, damit sie wissen, woran sie sind und ob sie weiter suchen müssen.

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