Es gibt einige Probleme im Recruiting, die in HR-Kreisen allseits bekannt sind und die Personalsuche erschweren. Diese fünf Punkte sind nur einige von mehreren Herausforderungen, für die Unternehmen Lösungen brauchen, um geeignete Mitarbeiter zu finden.

1. Fachkräftemangel

Der Mangel an Fachkräften ist ein ernsthaftes Problem, das viele Betriebe beschäftigt. Da auf dem Arbeitsmarkt kaum Fachkräfte zu finden sind, haben es Arbeitgeber schwer, qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren. Die Ursachen für fehlende Fachkräfte liegen im demografischen Wandel und an der niedrigen Zahl an Arbeitslosen.

Um den Arbeitskräftemangel abzufedern, ist es wichtig, in Bildung zu investieren und Personen mit gesundheitlichen Problemen und Beeinträchtigungen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

2. Demografischer Wandel

Die geburtenstarke Generation der Babyboomer erreicht das Rentenalter und hinterlässt damit eine Lücke in der Arbeitswelt, weil deutlich weniger Arbeitskräfte nachkommen. In den nächsten Jahren sehen sich Unternehmen einem großen Rückgang an Arbeitskräften gegenüber, der den Fachkräftemangel weiter verstärken wird. Laut einer Prognose des Statistikamtes Eurostat könnte die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland bis 2050 um 5,1 Millionen zurückgehen.

Mögliche Lösungen, um die Folgen des demografischen Wandels abzumildern, bestehen darin, Zuwanderer in den Arbeitsmarkt zu integrieren, die Bildung zu fördern und Personen mit gesundheitlichen Problemen stärker in die Arbeitswelt einzubinden.

3. Zu langer Rekrutierungsprozess

Komplizierte Formulare mit vielen Fragen und eine langsame Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen können dazu führen, dass der Rekrutierungsprozess zu lange dauert. Recruiter laufen Gefahr, geeignete Bewerber an die Konkurrenz zu verlieren, zumal vor allem Fachkräfte nicht daran interessiert sind, lange auf eine Entscheidung zu warten.

Aus Unternehmenssicht ist es daher wichtig, die Arbeitsschritte im Recruitingprozess zu optimieren, eine Deadline für die Entscheidung zu setzen und diese auch einzuhalten, Wunschkandidaten rasch zu informieren und ihnen zeitnah ein Angebot zu unterbreiten.

4. Stellenanzeigen, die schlecht ankommen

Im Normalfall lesen Bewerber sehr viele Stellenanzeigen. Deshalb ist es wichtig, mit der Jobanzeige positiv aufzufallen und sie möglichst individuell zu gestalten, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Bewerber wünschen sich klare Aussagen zu den Anforderungen und eine Auflistung der Benefits, die das Unternehmen bietet. Es ist wichtig, die Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen, und stattdessen nur die wichtigsten Qualifikationen als Must-haves zu definieren. Andernfalls besteht die Gefahr, dass geeignete Kandidaten von sich aus frühzeitig ausscheiden oder voreilig abgelehnt werden.

5. Negative Candidate Experience

Sei es ein zu langer Bewerbungsprozess, eine schlechte Stellenanzeige oder fehlende Wertschätzung und mangelhafte Kommunikation – es gibt einige Gründe, warum Bewerber negative Erfahrungen machen. Eine schlechte Candidate Experience kann für das Unternehmen zum Problem werden, weil es schwieriger wird, Mitarbeiter für den Betrieb zu gewinnen.

Ein wichtiger Punkt besteht darin, mit den Bewerbern zu kommunizieren und sie über den Ablauf und den Fortschritt im Bewerbungsprozess zu informieren. Als Hilfsmittel bieten sich automatisierte Prozesse an, die den Bewerber über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Zudem sollten Unternehmen darauf achten, alle Fragen und Rückfragen der Bewerber zu beantworten. Eine persönliche Ansprache kommt besser an als ausformulierte Standardfloskeln. Absagen sollten zeitnah erfolgen, damit der Bewerber nicht zu viel Zeit verliert und sich aus Frust negativ über das Unternehmen äußert.

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