Das Recruiting als Teamaufgabe innerhalb eines Unternehmens umzusetzen, hat sich zu einer komplexen Aufgabenstellung entwickelt. Die Strategie, dass Mitarbeiter ihre neuen Kollegen auswählen, birgt sowohl Vorteile als auch Risiken. Die Idee des Team Recruiting bietet eine gute Grundlage für das Personalmanagement, deren praktische Durchführung stark variiert.

Chancen beim Team Recruiting
Das Recruiting im Rahmen eines Team-Prozesses zu organisieren ist eine durchaus sinnvolle Strategie. Durch gezielte Stellenausschreibungen können die Kandidaten gefiltert werden, welche sich voraussichtlich gut in eine Position und ein bestehendes Team einfügen werden. Darüber hinaus wirkt ein solches Vorgehen ermutigend auf potenzielle Bewerber, da diese einen frühen Eindruck vom Mitarbeiterstamm und dem Unternehmen bekommen. Dabei spielt es eine große Rolle, ob der gesamte Recruiting-Prozess oder nur Teile in einem Team abgewickelt werden. Je nach Stimmrecht der einzelnen Mitglieder und der jeweiligen Strategie im Bewerbungsverfahren kann sich eine Entscheidung über einen längeren Zeitraum erstrecken, falls es beispielsweise zu keiner raschen Einigung kommt.

Potenzielle Risiken von Unternehmensstrategien
Es birgt gewisse Risiken den gesamten Recruiting-Prozess im Team laufen zu lassen. Schließlich sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die von den Mitarbeitern eingebrachte Leistung auch auf Eigeninteressen fußen kann. Bei Personalentscheidungen bleibt es allerdings wichtig, Bewerber im Hinblick auf ihren potenziellen Nutzen für das Unternehmen und bezüglich ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten zu beurteilen. Dies fällt den Mitarbeitern eines Recruiting-Teams mitunter schwer. Demnach ist es möglich, dass der Entscheidungsprozess über neue Mitarbeiter nicht von den richtigen Schwerpunkten und Motiven geleitet wird und die fachliche Komponente bei einem Bewerber zugunsten des sozialen Aspektes vernachlässigt wird. Nicht zu unterschätzen sind auch verschiedene Persönlichkeitstypen innerhalb eines Recruiting-Teams. So kann es durchaus vorkommen, dass sich einzelne Mitarbeiter eher unterordnen, als die eigenen Ressourcen in das Recruiting mit einzubringen.

Softwaregestützte Verfahren im Personalmanagement
Um das Team Recruiting zu erleichtern, lohnt sich ein softwaregestütztes Verfahren beim Personalmanagement. Dieses ermöglicht eine gemeinschaftliche Unternehmensbeteiligung an Bewerbungsprozessen durch das aktive und passive Einbinden von Mitarbeitern und Vorgesetzten. Bewerbungsverfahren lassen sich strukturierter, übersichtlicher und zeiteffizient abwickeln. Ein weiterer Vorteil: Ein solches System erschließt viele Möglichkeiten zur Darstellung eines Unternehmens. Die potenziellen Bewerber erhalten vorab einen guten Einblick in das Unternehmen und einen entsprechenden Bewerbungsanreiz. Auf diesem Weg lässt sich gut einkalkulieren, ob neue Mitarbeiter sich harmonisch in die Unternehmensstruktur und das Arbeitsumfeld einfügen können. Eine Software kann in diesem Kontext dem Employer Branding in hohem Maße dienlich sein. Sie unterstützt die vorteilhafte Selbstdarstellung eines Unternehmens und zieht damit neue Bewerber an. Außerdem wird das Identifikationspotenzial des Unternehmens gesteigert.

Personalprofis für die richtige Balance im Recruiting
Sinnvoll im Recruiting ist die Zuhilfenahme von Personalprofis, welche eignungsdiagnostisch geschult sind und das Team im Bewerbungsverfahren unterstützen können. Sie stehen beim Team Recruiting als Experten in Beraterfunktion zur Seite. Ihnen obliegt beispielsweise die Organisation strukturierter Bewerbungsgespräche. Personaler können einem Team zielgerichtet neue Bewerber vorschlagen, wodurch die fachspezifische und die soziale Eignung als Komponenten in Einklang gebracht werden können. Diese Maßnahmen sollen keineswegs die Kompetenz eines Recruiting-Teams in Zweifel ziehen. Vielmehr geht es vorrangig darum, die einzelnen Ressourcen so zu bündeln, dass Bewerbungsprozesse im Sinne eines Unternehmens optimiert werden können.

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