Die Lebensläufe von Bewerbern zu lesen, zu analysieren und zu beurteilen gehört zum Tagesgeschäft eines Personalreferenten oder, wie es heute so schön heißt, eines HR Business Partners. Doch oft genug vergisst man, sich um die eigene Karriere zu kümmern.

Für engagierte Personaler gibt es einige Möglichkeiten, die Karriereleiter zu erklimmen:

  1. Weiterbildung

Gerade für Quereinsteiger oder Mitarbeiter im administrativen Umfeld ist es wichtig, sich weiterzubilden. Personal kann jeder, das geistert immer noch in vielen Köpfen herum. Da hilft nur eines, nämlich entsprechenden Mehrwert für das Business bringen und sich als strategischer Partner, Berater und Coach der Führungskräfte etablieren, damit Sie ernst genommen werden. Das sichert auch Ihre eigene Position, denn manche Firmen lagern gern HR-Dienstleistungen ins Ausland aus. Das mag für administrative Tätigkeiten noch angehen und hier hat schlechte Karten, wer nur einfache Aufgaben ausführt. Daher sollten Sie sich beizeiten um Ihre eigene Karriere kümmern.

Weiterbildungen zum Betriebswirt / Personalwirtschaft oder eine Spezialisierung zum Personalentwickler können den Weg in qualifiziertere, höher bezahlte und weniger vom Outsourcing betroffene Tätigkeitsfelder ebnen.

  1. Interner Wechsel

Auch mit einem internen Wechsel können Sie Ihre Karriere fördern. Gerade in Konzernen, in denen das Drei-Säulen-Modell nach Dave Ulrich gelebt wird, hat man die Möglichkeit, nach einiger Zeit als Generalist und HR Business Partner in das Lager der Experten zu wechseln. Das hat den Vorteil, dass man die Herausforderungen der ehemaligen Kollegen kennt und so deutlich mehr Verständnis für sie im neuen Aufgabenfeld mitbringt. Das fördert und beschleunigt die Akzeptanz von neuen oder veränderten Prozessen. Natürlich funktioniert der Wechsel auch in die andere Richtung, vom Spezialisten für Personalentwicklung oder Compensation & Benefits in das Team der HR Business Partner. Mit einer gewissen Durchlässigkeit in der Abteilung und eigener Flexibilität kann man so Wissen aufbauen, ist nicht nur auf eine Rolle festgelegt und hat zudem weitaus bessere Chancen, wenn man einen Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber in Erwägung zieht.

  1. Externer Wechsel

Gerade wenn Sie schon einige interne Wechsel vorgenommen haben und die Möglichkeiten ausgereizt sind, liegt ein externer Wechsel nahe. Schon seit langem ist es eher schädlich als förderlich, im Lebenslauf nur einen oder zwei Arbeitgeber stehen zu haben. Das zeugt von mangelnder Flexibilität, von Bequemlichkeit und vielleicht auch vom Vermeiden von Herausforderungen. Ist man 10 Jahr oder länger im Unternehmen, dann kann man durchaus den Blick für Optimierungspotenzial verlieren und wird betriebsblind. Die Folge ist häufig ein langsamerer Aufstieg und Kandidaten von extern, die frische Ideen haben, ziehen an Ihnen vorbei. Daher sollten auch Sie als Personaler über den Tellerrand blicken und sich auf dem Markt umsehen. Auf einschlägigen Karriereportalen können Sie sich gezielt über offene Positionen auf den unterschiedlichen Hierarchiestufen informieren und Ihren Marktwert testen. Mit einem fundierten Erfahrungsschatz sind Sie für neue Arbeitgeber interessant, denn er sucht genauso den unverstellten Blick von außen und relevantes KnowHow, um seine Personalabteilung voran zu bringen.

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