Laut einer Studie des IW Köln steigt die Zahl der Arbeitnehmerinnen, die nach der Geburt ihrer Kinder Elternzeit beanspruchen. Gleichzeitig können sich die Arbeitgeber darauf einstellen, dass die Mütter nach der Babypause wieder schneller an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Trendwende bei der Elternzeit und beim Wiedereinstieg

Im Zeitraum von 2006 bis 2014 hat sich die Zahl der Arbeitnehmerinnen, die das Angebot der Elternzeit genutzt haben, verdoppelt. So entschieden sich im Jahr 2014 rund 60 Prozent der Mütter dafür, einige Zeit bei ihrem Kind zu bleiben. Dies ist eine deutliche Steigerung, zumal sich im Jahr 2006 nur 27 Prozent der Arbeitnehmerinnen zugunsten ihres Kindes eine berufliche Auszeit genommen haben. Ein umgekehrter Trend ist hingegen bei der Länge der Elternzeit zu beobachten. Die folgenden Zahlen belegen, dass im angeführten Vergleichszeitraum der Prozentsatz jener Mütter gestiegen ist, die nach dem ersten Geburtstag des Kindes ihre Berufstätigkeit wiederaufgenommen haben:

  Erstes Lebensjahr des Kindes Zweites Lebensjahr des Kindes
Berufstätige Mütter 2006 22,5 Prozent 34,6 Prozent
Berufstätige Mütter 2014 8,5 Prozent 42,8 Prozent

Elternzeit überbrücken und schnellen Wiedereinstieg ermöglichen

Auf diese Veränderungen müssen sich die Unternehmen einstellen. So liegt es an den Arbeitsgebern, die Elternzeit ihrer Arbeitnehmerinnen gut zu überbrücken und den rückkehrwilligen Müttern einen raschen Wiedereinstieg zu ermöglichen. Die Arbeitnehmerinnen müssen ihrerseits den schriftlichen Antrag auf Elternzeit sieben Wochen im Voraus einreichen und den Zeitraum der beruflichen Auszeit terminlich festlegen. Dies erleichtert es dem Arbeitgeber, für den Zeitraum der Elternzeit einen adäquaten Ersatz zu finden.

Allerdings kann der Trend zur kürzeren Elternzeit dieses Unterfangen erschweren und zu einem Personalengpass führen. Sobald die Rückkehr der Wiedereinsteigerin ansteht, können für den Arbeitgeber Themen wie Teilzeitarbeit, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit eines Homeoffice aktuell werden.

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