Im Verlaufe einer Ausbildung kann es immer einmal zu Problemen mit einem Auszubildenden kommen. Fehlt er unentschuldigt in der Berufsschule, führt er sein Berichtsheft nicht oder nicht sorgfältig genug oder folgt er den Anweisungen seines Ausbilders nicht, so ist die Abmahnung eines Auszubildenden oft die einzige Möglichkeit, um ihn wieder zur Vernunft zu bringen. Doch wie hat die Abmahnung eines Auszubildenden eigentlich auszusehen?

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Das Fehlverhalten im Fokus der Betrachtung

Grundsätzlich sind bei der Erstellung einer Vorlage für die Abmahnung eines Auszubildenden dieselben Aspekte zu beachten wie bei einer normalen Abmahnung. Dies bedeutet: Das Fehlverhalten steht im Fokus der Abmahnung. Schildern Sie genau, was Ihr Auszubildender falsch gemacht hat. Nennen Sie dabei alle relevanten Details. Der genaue Zeitpunkt des Fehlverhaltens sollte ebenso geschildert werden wie etwaige Zeugen und Folgen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Auszubildenden mithilfe der Vorlage für die Abmahnung eines Auszubildenden unmissverständlich klar machen, welches Verhalten Sie zukünftig von ihm erwarten. Nur dann erhält er auch die Möglichkeit, sein Fehlverhalten abzustellen.

Die Konsequenzen

Damit eine Abmahnung im Ernstfall auch vor Gericht Bestand haben kann, muss sie Ihrem Auszubildenden konkret mitteilen, mit welchen Konsequenzen im Wiederholungsfall zu rechnen ist. Im Regelfall wird in diesem Fall die fristgerechte oder gar fristlose Kündigung als mögliche Konsequenz „angedroht“. Lediglich „arbeitsrechtliche Konsequenzen“ anzudrohen reicht nicht, da aus dieser Formulierung nicht ersichtlich ist, was genau die Folge wäre.

Die Form der Abmahnung

Rein aus Sicht des Gesetzgebers müsste eine Abmahnung nicht einmal schriftlich ausgesprochen werden. Dennoch gibt es einige Anforderungen an die Form, um die Rechtsgültigkeit der Abmahnung nicht zu gefährden. Beachten Sie insbesondere die folgenden Stichpunkte, um Ihre Abmahnung hieb- und stichfest zu gestalten:

  • Bezeichnen Sie die Abmahnung klar und deutlich mit der Überschrift „Abmahnung“
  • Beschreiben Sie das Fehlverhalten konkret mit Zeit- und Ortsangabe sowie mit einer Schilderung der Art des Vertragsverstoßes.
  • Beschränken Sie sich nicht auf Allgemeinplätze wie „Störung des Betriebsfriedens“, sondern gehen Sie ins Detail.
  • Erteilen Sie bei verschiedenen Pflichtverletzungen jeweils eine einzelne Abmahnung für jedes Problem.
  • Konkretisieren Sie in der Abmahnung Vorlage, gegen welche Pflichten aus dem Berufsausbildungsvertrag Ihr Auszubildender verstoßen hat.

Eine Vorlage für die Abmahnung eines Auszubildenden zu erstellen, ist angesichts der vielfältigen Fehlerquellen und Stolperfallen keine einfache Angelegenheit. Hier finden Sie ein rechtssicheres Abmahnung Muster, das Sie für Ihren Auszubildenden nur noch ergänzen müssen. Weitere Informationen zur Abmahnung bei Auszubildenden lesen Sie bei BWR Media und Experto.