Wenn das Unternehmen zur fristlosen Kündigung greift, dann haben schwerwiegende Gründe dazu geführt, die eine Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses undenkbar machen. Verständlicherweise ist bei der Formulierung des Kündigungsschreibens einiges zu beachten. Damit das Schreiben frei von inhaltlichen und formalen Fehlern bleibt und somit als rechtswirksam anzusehen ist, sollten Sie sich anhand einer fristlose Kündigung Vorlage orientieren. Damit sind Sie auf der sicheren Seite und minimieren das wirtschaftliche Risiko des Unternehmens gegenüber eventuellen Rechtsansprüchen des Mitarbeiters. Entsprechende Vorlagen können hier herunter geladen werden.

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Was Sie bei der Kündigung beachten sollten

In jedem Fall hat die fristlose Kündigung schriftlich zu erfolgen. Weiterhin muss diese Form der fristlosen Kündigung binnen zwei Wochen nach Bekanntwerden des Kündigungsgrundes erfolgen. Nur schwerwiegende Gründe rechtfertigen vor dem Gesetz eine fristlose Kündigung. Die allgemein geltenden Kündigungsfristen werden damit außer Kraft gesetzt. Diese Form der Kündigung wird vorrangig ausgesprochen, wenn durch eine Straftat das Unternehmen geschädigt wurde. Hierzu zählen Diebstahl oder Unterschlagung. Handelt es sich um weniger gravierende Gründe, wie Arbeitsverweigerung oder Urlaubsantritt ohne Genehmigung, dann muss der Kündigung häufig eine Abmahnung vorangehen. Hierbei sollten Sie ganz klar zum Ausdruck bringen, dass bei einem erneuten Vergehen nur die fristlose Kündigung die Folge sein kann. Abmahnungen können schriftlich oder mündlich ausgesprochen werden.

Die fristlose Kündigung richtig formuliert

Die fristlose Kündigung muss in jedem Falle schriftlich erfolgen. Oberste Priorität im Kündigungsschreiben besitzt die Erläuterung des Kündigungsgrundes. Lassen Sie nach Offenlegung des Kündigungsgrundes nicht zuviel Zeit verstreichen. Die Frist von 14 Tagen ist unbedingt einzuhalten. Sonst kann der Arbeitgeber die Kündigung anfechten und eine Weiterbeschäftigung oder ausstehende Lohnzahlungen einklagen.

Im Wortlaut des Kündigungsschreibens bringen Sie bereits im ersten Satz zum Ausdruck, dass das bestehende Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung und außerordentlich gekündigt wird. Da jeder Einzelfall einer fristlosen Kündigung vor der Rechtskräftigkeit der Überprüfung unterliegt, sollten Sie sich im Schreiben eine Hintertür offen halten und in Anbetracht einer wider Erwartens unwirksamen fristlosen Kündigung, zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorsorglich eine ordentliche Kündigung aussprechen. Die Erläuterung des Kündigungsgrundes ist nicht zwingend erforderlich, aber natürlich auch nicht verboten.

Danach bringen Sie zum Ausdruck, dass die Firma sich außerstande sieht, auf Grund des geschilderten Sachverhaltes den Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Weisen Sie den Mitarbeiter abschließend darauf hin, dass ihm seine Arbeitspapiere und das Arbeitszeugnis auf dem Postweg zugehen und er bis zu einer genannten Frist etwaige Arbeitsmittel, welche ihm zur Verfügung gestellt wurden, zurückzugeben hat. Ein fristlose Kündigung Muster kann Ihnen beim Formulieren des Schreibens wertvolle Dienste leisten.

Weitere Informationen zur Kündigung finden Sie bei was-tun-bei-Kündigung-Hamburg.de und WBS-Law.de.