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Wie Arbeitgeber diese zehn Fehler in Vorstellungsgesprächen vermeiden

Auch Arbeitgeber machen in Vorstellungsgesprächen Fehler und können bei den Bewerbern einen schlechten Eindruck hinterlassen. Wer diese zehn Fehlerquellen ausschaltet und einige Tipps beachtet, kann sich bei den Jobinteressenten als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und gleichzeitig die Chance erhöhen, den richtigen Bewerber einzustellen:

Fehler 1: Dem Bewerber nichts zu trinken anbieten.

Der Arbeitgeber sollte den Jobinteressenten das Gefühl geben, dass er sich um seine Mitarbeiter bemüht. Dazu gehört es, dem Bewerber ein Getränk wie ein Glas Wasser anzubieten. Dies ist ein Akt der Höflichkeit.

Fehler 2: Im Beisein des Jobinteressenten nach den Bewerbungsunterlagen suchen.

Wer beim Erscheinen des Bewerbers in einem Stapel von Geschäftspapieren erst nach den Unterlagen suchen muss, erweckt den Eindruck, nicht gut organisiert zu sein. Idealerweise liegen die Dokumente bereits auf dem Tisch, wenn der Jobinteressent den Raum betritt.

Fehler 3: Den Bewerber nicht mit dem Namen ansprechen.

Idealerweise hat der Arbeitgeber den Namen des Bewerbers im Kopf, wenn sich dieser bei ihm vorstellt. Wer sich bezüglich der Aussprache des Namens unsicher ist, sollte diesen Punkt am Beginn des Gesprächs abklären.

Fehler 4: Unvorbereitet in das Vorstellungsgespräch gehen.

Nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber sollten sich auf das Vorstellungsgespräch gut vorbereiten. Dazu gehört es, die Bewerbungsunterlagen vorab zu studieren und über die wesentlichen Punkte im Lebenslauf informiert zu sein.

Fehler 5: Den Bewerber unterbrechen oder nicht zu Wort kommen lassen.

Das Vorstellungsgespräch erfüllt primär die Funktion, dass sich der Jobinteressent beim Unternehmen vorstellt und einen guten Einblick in seine Fähigkeiten gibt. Deshalb sollte der Arbeitgeber dem Bewerber die Gelegenheit geben, alle Fragen in Ruhe zu beantworten. Es ist wichtig, das Gegenüber zu Wort kommen zu lassen und es nicht zu unterbrechen. Damit hat der Arbeitgeber die Chance, den Jobinteressenten genauer kennenzulernen und mehr über dessen Ziele und Fähigkeiten zu erfahren.

Fehler 6: Während des Gesprächs telefonieren, E-Mails schreiben oder die Post lesen.

Idealerweise findet das Vorstellungsgespräch in einem ruhigen und störungsfreien Umfeld statt. Der Arbeitgeber sollte dem Bewerber seine ganze Aufmerksamkeit schenken und sich nicht zeitgleich mit anderen Dingen beschäftigen. Nur wer gut zuhört, kann die Informationen seines Gegenübers genau erfassen und auch zwischen den Zeilen lesen.

Fehler 7: Nur Standardfragen aus dem Internet stellen.

In der heutigen Zeit ist es für die Bewerber einfach, sich im Internet über beliebte Fragen und deren optimale Antworten zu informieren. Wer seinen Jobinteressenten gut kennenlernen und aussagekräftige Informationen erhalten möchte, formuliert seine Fragen auf Basis der Bewerbungsunterlagen. Auf diese Weise lassen sich die Stationen im Lebenslauf und die Qualifikation des Bewerbers optimal abklären.

Fehler 8: Auf Fachfragen verzichten.

Der Arbeitgeber sollte sich vergewissern, ob der Bewerber tatsächlich über die angeführten Fähigkeiten verfügt. So sind fachliche Eignungstests oder ein kurzes Fachgespräch eine ideale Möglichkeit, um die Angaben zu überprüfen. Wenn es um Fremdsprachenkenntnisse geht, ist es ratsam, einige Gesprächspassagen in der Fremdsprache zu führen.

Fehler 9: Den Bewerber unentschuldigt warten lassen.

Pünktlichkeit gehört auf beiden Seiten zu den Vorgaben. Deshalb sollte der Arbeitgeber zeitgerecht vor Ort sein und sich im Verspätungsfall mit einer kurzen Begründung entschuldigen.

Fehler 10: Keine Informationen zur Arbeitsstelle und zu den Unternehmensleistungen preisgeben.

Der Arbeitgeber sollte den Bewerber über den Aufgabenbereich und die Anforderungen der Arbeitsstelle informieren. Außerdem sind auch Informationen über die Aufstiegschancen, Unternehmenswerte und Zusatzleistungen relevant. Der Bewerber sollte die Möglichkeit haben, selbst Fragen zu stellen. Auf Seiten des Arbeitgebers sind ehrliche Antworten gefragt.

2017-08-30T17:08:02+00:00 31. August 2017|Recruiting|0 Kommentare

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