Personal-Wissen.de » Recruiting » Online Recruiting Studie 2017: So sehen die Karrierewebsites aus

Online Recruiting Studie 2017: So sehen die Karrierewebsites aus

Mobile Bewerbung, benutzerfreundliche Bewerbungsformulare und die Reichweite der Stellenanzeigen – diese Aspekte und weitere zentrale Punkte der Online-Rekrutierung beleuchten die Experten von Wollmilchsau jedes Jahr. Für die Online Recruiting Studie 2017 haben sie untersucht, inwieweit die 160 deutschen DAX-Unternehmen die Besucher ihrer Karrierewebsites als potentielle Bewerber gewinnen können.

Zentrale Fragen in der Online-Rekrutierung

Neben dem Grad der mobilen Optimierung analysierten die Studienautoren von Wollmilchsau vor allem die folgenden Fragen:

  • Ist die Karriererubrik auf der Website sichtbar?
  • Können die Bewerber den Bewerbungsprozess mit mobilen Geräten erledigen?
  • Wie benutzerfreundlich sind die Bewerbungsformulare?
  • Haben die Unternehmen die Web-Analyseprogramme auf ihren Karrierewebsites eingebunden?

Optimierung für mobile Nutzer nur teilweise vorhanden

Wenn es um den Optimierungsgrad für mobile Anwender geht, zeigt sich ein differenziertes Bild. Je weiter die Bewerber in den Rekrutierungsprozess der DAX-Unternehmen eintauchen, desto weniger können sie mit mobilen Geräten auf die Anwendungen zugreifen.

Mobile Optimierung DAX-Unternehmen
Karriere-Website 80 Prozent
Jobbörse 78 Prozent
Jobanzeigen 71 Prozent
Mobile Bewerbung 44 Prozent

So zeigen die Daten der Wollmilchsau Online Recruiting Studie 2017 beispielsweise, dass zwar die Jobanzeigen zum Großteil mobil abrufbar sind, aber eine mobile Bewerbung bei mehr als der Hälfte der Unternehmen nicht möglich ist.

Hürden bei der Online-Bewerbung

Ein Verbesserungspotential orten die Personalexperten auch bei den online abrufbaren Bewerbungsformularen. Wer sich auf diesem Weg bewerben möchte, muss durchschnittlich in zehn Pflichtrubriken Angaben machen. Dies gilt für jene Unternehmen, die keinen verpflichtenden Bewerber-Login einsetzen. Umfangreiche Formulare kommen bei Jobinteressenten nicht besonders gut an. Sie können ein Grund dafür sein, dass die Bewerbung erst gar nicht abgeschickt wird. Bei 34 Prozent der untersuchten DAX-Unternehmen müssen sich die Bewerber zunächst registrieren, um den Bewerbungsprozess starten zu können. Die Möglichkeit einer One-Click-Bewerbung via Xing und LinkedIn bieten nach wie vor nur wenige DAX-Unternehmen (weniger als 20 Prozent) an.

Karrierewebsite erreicht nur wenige Bewerber

Laut der Online Recruiting Studie 2017 von Wollmilchsau sprechen die DAX-Unternehmen mit ihren veröffentlichten Jobanzeigen im Durchschnitt nur 78 Besucher pro Arbeitsstelle an. Diese Reichweite ist aus Expertensicht eher gering. Erfahrungsgemäß müssten knapp 500 bis 1.000 Personen die Stellenannonce abrufen, damit ein Unternehmen die Position erfolgreich besetzen kann.

Verbesserungspotential bei der Recruiting-Analyse

In den Fragen der Internettechnik tun sich laut den Studienautoren ebenfalls Verbesserungsmöglichkeiten auf. So lassen sich die eingegangenen Klicks, die potentielle Bewerber bei den Stellenanzeigen tätigen, bei vielen Unternehmen nicht nachvollziehen. Knapp die Hälfte der untersuchten DAX-Unternehmen implementiert die Stellenanzeigen nämlich nicht via Websitecode, sondern per Pop-Up, I-Frame oder PDF-Dokument auf der Karrierewebsite. Dies wirkt sich auch negativ auf die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen aus.

Allerdings setzen bereits 81 Prozent aller 160 DAX-Unternehmen auf Analyse-Programme, um das Nutzerverhalten in der Karriererubrik verfolgen zu können. Bei knapp 50 Prozent dieser Arbeitgeber leidet die Analyse jedoch darunter, dass die Jobanzeigen nicht per Websitecode integriert wurden.

2017-11-13T17:36:25+00:00 17. November 2017|Recruiting|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar



Die Topauswahl von heute für unsere Leser:
Empfohlen von Recommended by NetLine