Der diesjährige Nobelpreis der Wirtschaftswissenschaften geht an die beiden US-Forscher Peter A. Diamond und Dale T. Mortensen und auch an den Briten Christopher A. Pissarides für ihre Untersuchungen bezüglich der Unvollkommenheit von Märkten. Was sind dabei in den Theorien der Forscher wieder findet, sind fundamentale Überlegungen zu den Unvollkommenheiten und Unklarheiten von Märkten. Gerade für Unternehmensberater und Unternehmensberatungen sind solche Überlegungen in der Praxis sehr wichtig. Der Grund liegt in der fundamentalen Erkenntnis, dass es nicht allgemein so ist, dass ein Markt geräumt wird. Denn viele Märkte sind bestimmt von Anbietern, die erst einmal abwarten und genauso Nachfragern, die ebenso nicht sofort ein Geschäft eingehen. Der Grund liegt in der Regel in verschiedenen Überlegungen, die die Forscher zusammen gefasst haben. So ist es einerseits erst
einmal notwendig, unterschiedliche Märkte zu betrachten. Am Arbeitsmarkt etwa haben Unternehmen ein Interesse daran, möglichst gute und erfahrene Mitarbeiter zu gewinnen, die nicht nur qualitativ sondern auch finanziell sich von den Konkurrenten absetzen. Wenn man also einen Mitarbeiter gewinnen kann, der für einen gewissen Lohn mehr bietet als ein Konkurrent, so ist es natürlich klar, dass das Unternehmen diesen Mitarbeiter einstellen mag. Nun muss das Unternehmen aber diesen erst einmal finden. Man spricht hier von einem Matching Problem. Ganz genauso ist ja ein Arbeitnehmer nicht bereit, den erstbesten Job anzunehmen, weil er lieber zuwartet und darauf hofft, einen besseren Arbeitsplatz zu erhalten. Diese Form der sogenannten friktionellen Arbeitslosigkeit kann zwar kurz sein, verursacht jedoch einen Schaden für die Volkswirtschaft, der
nicht unerheblich ist.
Autor: R. Stahlberger

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