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Weiterbildung zum Industriemeister: Eine Investition in die Zukunft eines Unternehmens

Facharbeiter in der Industrie sind für jeden Betrieb ein Garant für qualifizierte Arbeit in den Bereichen Chemie, Elektrotechnik, Metall oder anderen Branchen. Viele dieser gut qualifizierten Mitarbeiter können für das Team und eine Abteilung mehr Verantwortung übernehmen, benötigen dazu aber eine Fortbildung. Diese kann vom Arbeitgeber gefördert werden, zum Beispiel über eine Weiterbildung zum Industriemeister. Die Investition an Arbeitszeit und Lehrgeldern lohnt nach erfolgreichem Meisterabschluss. Denn nun ist der Facharbeiter ein Meister, der für den unternehmerischen Erfolg als Fachkraft eine weitaus höhere Kompetenz einbringt.

Möglichkeiten der Weiterbildung zum Industriemeister

Für die Weiterbildung zum Industriemeister können die Mitarbeiter drei verschiedene Fortbildungsmodelle auswählen.

  • Eine Teilzeitausbildung, wie sie beispielsweise von der Meisterschule fain.de angeboten wird, dauert etwa ein Jahr und findet jeden Samstag in schuleigenen Klassenräumen statt. Dabei sind solche Meisterschulen regional vertreten, so dass kurze Anreisewege zum Unterricht gewährleistet sind.
  • Sofern der fördernde Betrieb dies organisieren kann, erfordert die Vollzeitausbildung eine fünfmonatige Freistellung des Mitarbeiters. In diesen fünf Monaten lernen die angehenden Fachkräfte jeden Tag für mehrere Stunden die Theorie des Industriemeisters intensiv kennen.
  • Wenn weder eine Freistellung noch ein Wochenendkurs möglich sind, kann der Mitarbeiter auch für ein Jahr in virtuellen Klassenräumen die Grundlagen und Prüfungsvorbereitungen für den Industriemeister erlernen. Der Abschluss mit schriftlichen und mündlichen Prüfungen findet auch bei der Online-Weiterbildung in richtigen Klassenräumen statt.

Finanzielle Fördermöglichkeiten für die Mitarbeiter

Sofern der Betrieb die Weiterbildung zum Industriemeister aus unternehmerischem Interesse fördert, übernimmt dieser einen Teil der Gebühren für die Meisterschule. In der Regel ist dieser Fortbildungsweg auch ein privates Anliegen der Fachkräfte, so dass diese die Restgebühr selbst zahlen. Da Fachkräfte händeringend und bundesweit gesucht werden, belohnt der Staat die Bemühungen und zahlt 40 % der Kosten über ein Meister-BAföG. Sofern der angehende Meister seine Meisterprüfung besteht, gibt es weitere 40 % dazu. Es fallen also bestenfalls für Mitarbeiter und Betrieb nur 20 % der eigentlichen Kosten an.

Vorteile der Weiterbildung zum Industriemeister für das fördernde Unternehmen

Eine Fachkraft im fördernden Unternehmen kann umfassende Aufgaben im organisatorischen Ablauf übernehmen. Denn durch die Weiterbildung zum Industriemeister erlangt der Mitarbeiter ein komplexes Verständnis für die Zusammenhänge der Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Die neue Qualifikation stellt zusätzlich eine starke Motivation dar, sich als Fachkraft künftig bestmöglich für das Unternehmen zu engagieren, welches diese Karriere durch betriebliche Förderung ermöglicht hat. Ein weiterer Vorteil für das Unternehmen ist, dass der Meister zusätzlich zum Meisterschein nach bestandener Prüfung auch einen Ausbilderschein erhält. Langfristig gedacht wird der Betrieb dadurch zum potenziellen Lehrbetrieb. Künftige Fachkräfte können ab diesem Zeitpunkt betriebsintern vom Industriemeister ausgebildet werden. Damit rechnet sich der betrieblich geförderte Anteil vielfach zugunsten des Unternehmenswachstums.

Fazit

Die Weiterbildung zum Industriemeister wirkt einem Fachkräftemangel entgegen. Langfristig sichert ein förderndes Unternehmen damit seine Rolle als Lehrbetrieb und so den Fortbestand mit immer neuen Fachkräften. Durch staatliche Fördermöglichkeiten bleiben die Weiterbildungsgebühren für Mitarbeiter und Unternehmen gut finanzierbar.

2016-11-03T16:58:31+00:00 20. Juli 2016|Weiterbildung|0 Kommentare

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