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Post-Holiday-Syndrom: Arbeitseinstieg nach dem Urlaub

Knapp 44 Prozent der Arbeitnehmer denken nach dem Urlaub darüber nach, den Arbeitsplatz zu wechseln. Rund 80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer fühlen sich vier Wochen nach dem Urlaub nicht mehr erholt, sondern erschöpft. Zwei Drittel der arbeitenden Menschen kämpfen mit dem sogenannten Post-Holiday-Syndrom. Diese Zahlen zeigen, dass der Erholungseffekt nach dem Urlaub schnell wieder verblasst und sich Frustration einstellen kann.

BDO-Umfrage zum Post-Holiday-Effekt

Die TU München und das FOM Mannheim haben im Auftrag des Wirtschaftsprüfungsunternehmens BDO insgesamt 740 Personen zum Post-Holiday-Effekt befragt. Demnach sind für 80 Prozent davon die Erholungseffekte vier Wochen nach dem Urlaub nicht mehr spürbar. Wissenschaftler wissen, dass während dieser Zeitspanne die Erschöpfungszustände wieder zurückkehren. Laut BDO-Umfrage gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Demnach handelt es sich bei den 20 Prozent, die das Post-Holiday-Syndrom nicht verspüren, hauptsächlich um Männer. Von den befragten Frauen spüren hingegen lediglich 2,4 Prozent auch einen Monat nach dem Urlaub noch Erholungseffekte.

6 Tipps für Arbeitgeber gegen das Post-Holiday-Syndrom

Mit diesen Verhaltensweisen können Arbeitgeber dazu beitragen, dass die im Urlaub gesammelte Energie länger erhalten bleibt:

Tipp 1: Den Rückkehrer persönlich begrüßen

Im Idealfall begrüßen Arbeitgeber die zurückgekehrten Mitarbeiter persönlich und fragen sie nach Urlaubseindrücken. Sie sollten sich über die Rückkehr erfreut zeigen.

Tipp 2: Arbeitslisten erstellen und Update geben

Strukturierte Listen mit Aufgaben, die zuerst zu erledigen sind, helfen dabei, in den Arbeitsalltag zurückzufinden. Außerdem sollte der Mitarbeiter einen Überblick über wichtige Geschehnisse und Neuerungen erhalten, die sich während seiner Abwesenheit ereignet haben.

Tipp 3: Nicht mit einem großen Arbeitsberg überfordern

Idealerweise überschütten Chefs ihre Mitarbeiter nicht bereits am ersten Arbeitstag mit einem Berg an unerledigten Arbeiten. Urlaubsrückkehrer benötigen einige Tage Zeit, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten, sich einen Überblick zu verschaffen und sich einzugewöhnen.

Tipp 4: Mit wichtigen Besprechungen und neuen Projekten warten

Auch wichtige Besprechungen sollten nicht unmittelbar nach dem Urlaub anberaumt werden. Der Mitarbeiter braucht Zeit, um unbeantwortete E-Mails zu bearbeiten, Bestellungen durchzuführen und Anrufe zu tätigen. Erst danach hat er den Kopf für ein neues Projekt frei.

Tipp 5: Keine Überstunden verordnen

Im Idealfall kalkulieren Arbeitgeber eine verminderte Leistungsfähigkeit der Urlaubsrückkehrer ein und berücksichtigen dies bei der Arbeitsplanung für die ersten Tage nach der Rückkehr. Zum Einstand sind daher Überstunden zu vermeiden.

Tipp 6: Auf Pausen achten

Beschäftigte, die erst aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, sollten die Pausenzeiten einhalten und pünktlich Feierabend machen, um den Erholungseffekt möglichst lange zu erhalten. Sofort in den Arbeitsstress zu verfallen, wäre kontraproduktiv.

2019-11-13T23:53:26+02:00 15. November 2019|Allgemein|0 Kommentare

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