Ein MBA erfreut sich heutzutage gerade bei Young Professionals zunehmender Beliebtheit. Die Hintergründe der Motivation für die Entscheidung für dieses anspruchsvolle Zusatzstudium waren kürzlich Gegenstand einer Online-Erhebung.

Motivation von MBA-Bewerbern

Wie eine großangelegte Studie des Online-Portals mba.com mit der Auswertung der Daten von 12.000 MBA-Bewerbern gezeigt hat, haben die Interessenten vor allem eines im Sinn: einen Karrieresprung. Sei es, dass sie ihre Karriere in eine neue Richtung bewegen wollen, die Karriereleiter hoch klettern oder gar selber als Unternehmer aktiv werden wollen – der Fokus liegt bei immerhin zwei Drittel der Interessenten auf diesem Punkt.

Kurz: Die meisten Bewerber wissen also, was sie wollen.

Durchführungsvarianten des MBA-Studiums

Oft genug fördern die Arbeitgeber qualifizierte MBA-Programme, sodass es mittlerweile eine Fülle von Möglichkeiten für dieses Zusatzstudium gibt. Die Studenten können Teilzeit-MBA-Programme nutzen, zwischen Vollzeit-, Teilzeit- und Fernstudium wechseln oder sich für das komplette Programm freistellen lassen.

Bei den Vorlieben der MBA-Interessenten ergibt sich laut Studie ein heterogenes Bild: Etwa 32 Prozent präferieren ein zweijähriges Vollzeitprogramm, 27 Prozent ein einjähriges. 15 Prozent würden ein arbeitgeberfreundliches Teilzeitprogramm vorziehen, 7 Prozent schließlich ein Baukastensystem mit dem Wechsel zwischen verschiedenen Studienarten. Nur 6 Prozent ziehen ein reines Online-Programm für sich in Betracht. Die Laufzeit dieser Programme reicht dabei im Vollzeitstudium von knapp einem Jahr bis zu maximal drei Jahren im Teilzeitstudium.

Auswahl des Fachs

Auch bei der Wahl des Faches werden sich die Bewerber offenbar etwas leichter schlüssig als früher: Während laut Studie die Bewerber noch 2010 im Durchschnitt 2,2 Programme bzw. Fächer zur Auswahl in ihr Kalkül zogen, wird heute nur noch zwischen zwei Programmen gewählt. Etwas mehr als die Hälfte der Bewerber zeigte sich allein an den MBA-Programmen interessiert, je etwa ein Viertel auch an den Masterprogrammen bzw. an beiden Abschlüssen.

Auch hier gilt also: Die meisten Bewerber wissen, was sie wollen.

Standortwahl: Auslandserfahrung immer noch wichtig

Dies lässt sich schlussendlich auch vom Standort sagen. Immer noch lockt das Ausland bzw. gilt der Grundsatz, dass sich Auslandserfahrungen gut im Lebenslauf machen. Hoch im Kurs stehen nach wie vor die USA, doch auch Kanada, das Vereinigte Königreich, Frankreich, sowie entlegenere Destinationen wie Hongkong und Singapur sind beliebt. Allerdings ist die Entscheidung für einen ausländischen Standort durchschnittlich am höchsten bei Bewerbern aus dem Mittleren Osten und dem Asien-Pazifik-Raum.

Schwierigkeiten bei der Entscheidung

Vor zweierlei Probleme sehen sich die Bewerber gestellt, weshalb zwischen dem Interesse an und der Entscheidung für ein bestimmtes MBA-Programm bis zu zwei Jahre vergehen können: Einmal gilt es aus einer Fülle von Angeboten auszuwählen. Das Onlineportal der jeweiligen Anbieter, sowie Rankings, Empfehlungen von Freunden oder Alumni dieser Anbieter sind dabei die maßgeblichen Entscheidungshilfen.

Zum anderen gibt es enorme Preisunterschiede bei den Angeboten bzw. können diese durchaus eine enorme finanzielle Belastung für den Young Professional darstellen. Die Preise reichen von 3.000 Euro bis 40.000 Euro, abhängig von Anbieter, Ranking und Art des Programms. Auch hier gilt, dass teuer nicht automatisch besser bedeuten muss; auch dies ist also ein verständlicher Grund, weshalb manche Interessenten zögern, bevor sie sich zur Entscheidung durchgerungen haben.

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