Sicherlich ist Ihnen der Begriff „Neurolinguistisches Programmieren“, kurz NLP, schon einmal begegnet. Doch die wenigsten Personaler wissen genau, was es damit auf sich hat. Dabei kann diese Methode das Personalwesen in so vielen Bereichen sinnvoll unterstützen und ergänzen, dass sich jeder zumindest ansatzweise damit auseinandersetzen sollte.

Was ist Neurolinguistisches Programmieren?

Fotolia_47832258_XSBeim Neurolinguistischen Programmieren geht es darum, die eigene Kommunikation zu verbessern und eine persönliche Weiterentwicklung anzustoßen. Die Methode basiert darauf, den Menschen nicht nur mit seinen Sinnen (z. B. Sehen und Höre) wahrzunehmen, sondern mit der gesamten Neurologie des Menschen, also zum Beispiel auch mit dem Gehirn und den Nerven.

Ziel ist es, Gefühl und Verständnis dafür zu entwickeln, wie die zwischenmenschliche Kommunikation funktioniert, und sich in die persönliche „Realität“ des Gesprächspartners hineinzuversetzen. Wer das Neurolinguistische Programmieren erlernt, wird flexibler im Umgang mit Menschen und stellt sich Herausforderungen der Umwelt aktiver.

NLP im Personalmanagement

Auf den ersten Blick mag NLP etwas theoretisch und modellhaft wirken – genau das ist es aber nicht. Die Methode wird bereits seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich in der Geschäftswelt eingesetzt und kann auch in der Personalarbeit ihren Nutzen entfalten. Diese Möglichkeit besteht immer dann, wenn der Personalmanager direkt mit einem Mitarbeiter kommuniziert.

Einige Beispiele verdeutlichen, wie NLP im Personalwesen eingesetzt werden kann:

  • Recruiting: Statt auf teure und personalintensive Einzel- oder Gruppen-Assessment-Center zu setzen, greift man auf ein NLP-Bewerber-Interview zurück. Dabei eruiert man bereits zu Beginn, wann der Bewerber „echt“ ist und wann er eine Aussage nur konstruiert, um beispielsweise zu gefallen. Möglich ist es, das Verhalten des Bewerbers zu dokumentieren, während dieser sich unbeobachtet fühlt, beispielsweise während der kurzen Wartezeit am Empfang vor Beginn des Gesprächs.
  • Personalentwicklung: Damit Weiterbildungsmaßnahmen wirklich ihr Ziel erreichen können, müssen sie perfekt auf die individuellen Lebenspläne abgestimmt sein. Ist sich der Mitarbeiter allerdings selbst noch nicht darüber im Klaren, wohin ihn der Weg führen soll, arbeitet der NLP-Mitarbeiter daran, die verborgenen Wünsche des Arbeitnehmers ans Tageslicht zu befördern.
  • Kritikgespräche: Durch NLP ist die Führungskraft in der Lage, ihrem Arbeitnehmer zu vermitteln, dass nicht etwa seine Person kritisiert wird, sondern nur ein (änderbares) Verhalten. Aus dieser offenen Kommunikation entstehen Ansätze für Verbesserungen, sodass eine scheinbar unausweichliche Kündigung abgewendet und Alternativen gefunden werden können.

NLP ist für Führungskräfte, Personalmitarbeiter und alle, auf deren effektive Kommunikation mit Arbeitnehmern es ankommt, eine sinnvolle Option zur Erweiterung der persönlichen Fähigkeiten. Deshalb gibt es bereits seit vielen Jahren Weiterbildungen im Bereich der Neurolinguistischen Programmierung, durch die Sie Ihre persönlichen Fähigkeiten ausbauen und Ihre Führungsqualität verbessern können.

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