Noch vor einigen Jahren lag das Augenmerk im HR-Bereich auf der Personalentwicklung. Doch das Bild hat sich gewandelt: Man geht weg von der reinen Personalentwicklung und stattdessen hin zum Talentmanagement, das nicht nur eine reine Passung der Mitarbeiter zu ihren Stellen oder zukünftigen Positionen forciert, sondern die persönliche Weiterentwicklung der individuellen Talente und die Bindung  der Arbeitnehmer an das Unternehmen in den Vordergrund stellt.

Talentmanagement als Maßnahme der Mitarbeiterförderung

Zahlreiche Studien haben bereits belegt, dass die Mitarbeiterförderung einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Zukunft ist. Man bindet Arbeitnehmer und Führungskräfte heute nicht mehr ausschließlich über eine gute Bezahlung oder attraktive Sozialleistungen, sondern insbesondere auch durch interessante Arbeitsinhalte und gute Arbeitsbedingungen. In diesem Zuge gewinnt auch das Talentmanagement mehr und mehr an Bedeutung als Maßnahme für die Mitarbeiterförderung. Zahlreiche Unternehmen setzen bereits jetzt auf diesen Baustein oder planen ihn für die Zukunft verbindlich ein, so auch Clean Garant, ein Dienstleistungsunternehmen aus Berlin.

Das Ende des Goldfischbeckens

In vielen Unternehmen konzentriert man sich bisher im Bereich der Mitarbeiterförderung in erster Linie auf das „Goldfischbecken“, also auf die bereits vorhandenen Führungskräfte und Experten sowie angehende Nachwuchskräfte, die das Unternehmen auf dieser Ebene stärken oder freiwerdende Stellen nachbesetzen sollen.

Bei all dieser Talentförderung übersehen jedoch die Unternehmer etwas:

Die restlichen 95 Prozent der Belegschaft sind unzufrieden. Eine Förderung auf dieser Ebene erfolgt bei den meisten Arbeitgebern nicht. Der Arbeitsmotivation und Bindung an den Arbeitgeber ist diese Vorgehensweise nicht gerade zuträglich. Das moderne Talentmanagement richtet sich deshalb zunehmend darauf aus, auf allen Ebenen zu funktionieren und für alle Mitarbeitergruppen gleichermaßen zugänglich zu sein.

Maßnahmen des Talentmanagements in der Praxis

Ein erster Schritt ist die Einrichtung von Talentepools, in denen alle potentiellen Talente erfasst werden. Hierzu gehören nicht nur Führungskräfte, Bewerber oder Absolventen, sondern gerade auch jene Arbeitnehmer auf der operativen Ebene, die nur allzu oft übersehen werden. So können auch verborgene Talente für das Unternehmen entdeckt, weiterentwickelt und gezielt eingesetzt werden.

Auch im Bereich der Weiterbildung kann der normale Arbeiter berücksichtigt werden. Ebenso wie Führungskräften ein berufsbegleitendes Masterstudium ermöglicht wird, können Facharbeiter unterstützt werden, beispielsweise durch die Finanzierung der Meisterschule oder durch die Freistellung für individuelle Weiterbildungsmaßnahmen im jeweiligen Arbeitsbereich.

In der Praxis kommen unter anderem diese Maßnahmen des Talentmanagements für die Mitarbeiterförderung in Frage:

  • Personalentwicklung: Weiterbildung der Arbeitnehmer durch spezielle Schulungen, Workshops, Seminare oder E-Learning- Angebote
  • leistungsgerechte Entlohnung: Ansporn zu guten Leistungen durch eine leistungsgerechte Entlohnung
  • Nachfolgeplanung: frühzeitige Aufdeckung von Nachfolgebedarf und Positionierung möglicher Nachfolger
  • Zielvereinbarungen: Persönliche Weiterentwicklung durch verbindliche Zielvereinbarungen gepaart mit Mitarbeiterbeurteilungen
  • Kompetenzmanagement: Erfassung der individuellen Fähigkeiten aller Mitarbeiter, um die interne Stellenbesetzung zu erleichtern

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