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Vom Aussterben bedroht: Berufe mit unsicherer Zukunft

Berufe, deren Existenz bedroht ist, findet man in vielen Teilen der Welt. Vom Ohrenreiniger in Indien über den Gaslaternen-Anzünder in London bis zum Gnomonisten in Italien gibt es einige Berufsbilder, deren Zunft immer mehr verschwindet.

Ohrenreiniger

Wie viele Menschen lassen sich auf der Straße die Ohren reinigen? Tatsächlich sind es immer weniger Passanten, wie Ohrenreiniger in Indien und Bangladesch zu berichten wissen. Für Touristen ist dies ein ungewohntes und kurioses Ritual, zumal die meisten Menschen ihre Ohren selbst reinigen.

Rikschazieher

Rikschazieher ziehen ihre Gefährte mitsamt den Passagieren durch die Straßen Kalkuttas und gelten dabei als Teil des Stadtbildes. In dieser Millionenstadt sind Rikschas noch zugelassene Verkehrsmittel, während sie in anderen Großstädten Indiens bereits verboten sind. Daher schrumpft die Anzahl der Rikschazieher, die eine sehr anstrengende körperliche Arbeit verrichten.

Gnomonist

Ein Gnomon diente bereits seit der Antike als Schattenstab für Sonnenuhren. Ähnlich altertümlich wie dieser Schattenzeiger ist das dazugehörige Berufsbild des Gnomonisten, der vor herrschaftlichen Villen und sonstigen Anwesen Sonnenuhren einrichtet.

Regenschirm-Reparateur

Viele Menschen kaufen billige Regenschirme und bringen diese kaum noch zum Regenschirm-Reparateur, wenn sie nicht mehr funktionieren. Es gibt daher nur mehr sehr wenige Schirmfachgeschäfte und Handwerker, die defekte Regenschirme reparieren.

Schuhmacher (Schuster)

Kostengünstig produzierte Schuhe aus Billiglohnländern machen gelernten Schuhmachern das Leben schwer. Das Handwerk des Schusters wird daher noch kaum erlernt, weil Kunden immer seltener Schuhe anfertigen und reparieren lassen.

Grammophonspezialist

Viele junge Menschen kennen das Grammophon nur noch aus alten Filmen. Tatsächlich gibt es noch einige wenige Grammophonspezialisten, die diese antiken Vorläufer der elektrischen Plattenspieler warten und reparieren. Es verwundert wenig, dass diese Berufsgruppe mittlerweile ihr Tätigkeitsfeld auf andere Musikabspielgeräte ausgeweitet hat.

Gaslaternen-Anzünder

Im Londoner Stadtteil Westminster bringen noch einige wenige Gaslaternen-Anzünder das warme Licht alter Gaslaternen zum Flackern. Die einst so beliebte Straßenbeleuchtung musste bzw. muss in unzähligen Städten elektronisch betriebenen Laternen weichen. Zudem lassen sich viele noch in Betrieb befindliche Gaslaternen mittlerweile via Knopfdruck ein- und ausschalten.

Neonreklamen-Hersteller

Neonreklamen sind heutzutage hauptsächlich wegen ihres Retro-Flairs beliebt. Nur noch wenige Handwerker beherrschen die Kunst, Neonreklamen herzustellen.

Uhrmacher

Das Handwerk des Uhrmachers beherrschen nicht mehr viele. Billige Quarzarmbanduhren aus fernöstlichen Ländern und der Trend, das Handy als Zeitmesser zu verwenden, tragen dazu bei, dass in der Uhrmacherbranche kaum noch Nachwuchs ausgebildet wird. Eine wahre Seltenheit sind jene Uhrmacher, die Großuhren von Kirchen warten und reparieren.

Drucker

Drucker, die noch mit großen Druckmaschinen und Lettern ihr Handwerk ausüben, sind eine Rarität. Die moderne Technik und digitale Drucker haben dazu beigetragen, dass dieses Berufsbild an Wichtigkeit verliert.

Stenografie-Lehrer

Stenografie-Lehrer gehörten vor mehreren Jahrzehnten zum klassischen Lehrpersonal an einer kaufmännischen Ausbildungsstätte. In Indien findet man auch heute noch einen Lehrer, der seinen Schützlingen das Stenografieren (Kurzschrift) beibringt.

Schreiberin

Das seltene Berufsbild einer kolumbianischen Schreiberin besteht darin, Passanten dabei zu unterstützen, behördliche Formulare auszufüllen und Briefe zu verfassen. Zu den Kunden gehören jene Menschen, die im Schreiben nicht besonders geübt sind.

DVD-Verkäufer und Videothekar

In den Achtziger- und Neunzigerjahren hatten Videos Hochsaison. Mittlerweile gehören Videothekare und DVD-Verkäufer zu den aussterbenden Berufsbildern. Video-on-Demand-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime haben ihnen längst den Rang abgelaufen.

2018-06-13T13:58:03+00:00 13. Juni 2018|Personalmanagement|0 Kommentare

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