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Digital Natives: „Die Generation Internet und neue Medien“ aus Arbeitgebersicht

Digital Natives sind die Vertreter der Generation Internet, Smartphone und Social Media. Sie gelten als computerversiert und gut vernetzt. Für Arbeitgeber bringen sie besondere Fähigkeiten, aber auch spezielle Anforderungen mit sich.

Wer zählt zu den Digital Natives?

Auf dem Computer Spiele ausprobieren, im Internet surfen, auf dem Mobiltelefon Kurznachrichten versenden und via MP3-Player Musik hören – diese Beschäftigungen mit moderner Technik haben die Digital Natives bereits von Kindheit und Jugend an begleitet. Diese „digitalen Ureinwohner“ sind mit den Kommunikationsmedien des Internetzeitalters groß geworden. Damit bilden sie das Gegenstück zu den Digital Immigrants, die erst als Erwachsene den Umgang mit digitalen Technologien erlernt haben.

Der Begriff Digital Natives tauchte erstmals im Jahr 2001 auf. Damals nutzte der US-amerikanische Lehrer und Manager Marc Prensky diese Definition für eine Generation, die von Kindesbeinen an die digitale Sprache von Computer, Videospielen und Internet verwendet.

In Jahreszahlen gemessen werden Angehörige der Geburtenjahrgänge ab 1980 den digitalen Ureinwohnern zugerechnet. Manchmal wird der Begriff Digital Natives mit jenem der Generation Y und jenem der Millennials gleichgesetzt.

Welche Besonderheiten bringen diese digitalen Ureinwohner in die Arbeitswelt mit?

Diese Zielgruppe ist im Umgang mit modernen Technologien und neuen Medien sehr versiert. Digital Natives bringen Fachkenntnisse in den Bereichen Internet, Computer und Smartphones in die Arbeitswelt mit. Sie kennen Computerprogramme aus der Sicht des Anwenders und haben keine Probleme damit, neue mobile Endgeräte zu bedienen. Da sie mit diesen Technologien aufgewachsen sind, fällt es ihnen leicht, die bekannten Funktionen auf neuartige Produkte anzuwenden. Für Digital Natives gehören diese Technologien und Medien zum Alltag und damit auch zu den bevorzugten Informations- und Kommunikationswerkzeugen am Arbeitsplatz:

  • Computer inklusive Hardware und Software-Programme
  • Smartphones und Tablets
  • Internet und Suchmaschinen
  • E-Mails sowie Instant Messaging via Skype, Slack und WhatsApp
  • Social Media Netzwerke Facebook, Instagram & Co.

Oftmals nutzen sie mehrere dieser Hilfsmittel gleichzeitig und üben sich bei der Arbeit im Multitasking. Für Digital Natives gehört es zur Gewohnheit, Informationen schnell im Internet zu finden und sie umgehend zu verarbeiten. Sie greifen auf benötigtes Informationsmaterial bevorzugt direkt zu und studieren lieber Grafiken als Texte. Digitale Ureinwohner bauen sich über soziale Medien Netzwerke auf und kommunizieren häufig über diese Plattformen.

Welche Anforderungen stellen sie an ihre Arbeitgeber?

Die Tätigkeit soll Sinn stiften und den Weg zur Selbstverwirklichung unterstützen – das erwarten sich Digital Natives von ihrer Arbeit. Dieser Zielgruppe wird ein starkes Selbstbewusstsein zugeschrieben und das Verlangen, vom Unternehmen umworben zu werden. An ihre Arbeitgeber stellen Digital Natives diese Anforderungen:

  • Freiraum bei der Arbeitsgestaltung
  • Flexibilität in puncto Arbeitszeit
  • Nutzung neuer Technologien am Arbeitsplatz
  • vielfältiger Tätigkeitsbereich mit Verantwortung statt Routinearbeit
  • flache Hierarchien
  • Entwicklungsmöglichkeiten
  • schnelle Kommunikationswege innerhalb des Unternehmens
  • direkter Erfahrungsaustausch mit Kollegen, auch fachübergreifend

Insgesamt braucht es ein attraktives Gesamtpaket, das herausfordernde Tätigkeiten, flexibles Arbeiten und die Diskussion mit Kollegen erlaubt. Mit einem hohen Gehalt allein gibt sich diese Zielgruppe, die nach Sinn und Selbstverwirklichung strebt, nicht zufrieden.

Worauf ist beim Recruiting von Digital Natives zu achten?

Digital Natives sind auf sozialen Plattformen stark vertreten und suchen hier den Austausch mit anderen. Gleichzeitig nutzen sie diese Social-Media-Kanäle im Besonderen und das Internet im Allgemeinen, um sich über Unternehmen und Stellenangebote zu informieren. Wer Digital Natives im Recruiting ansprechen möchte, sollte daher verstärkt auf diese modernen Kommunikationswege setzen.

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2018-08-15T22:15:58+00:00 17. August 2018|Recruiting|0 Kommentare

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