Mehr Freizeit, weniger Stress und eine höhere Leistungsfähigkeit sind einige Vorteile, die Mitarbeiter im Homeoffice in der Corona-Pandemie wahrnehmen. Laut einer Studie der Krankenkasse DAK möchten rund 75 Prozent der Arbeitnehmer, die coronabedingt regelmäßig von zu Hause aus arbeiten, diese „Heimarbeit“ auch zukünftig praktizieren. Unternehmen können ihre Mitarbeiter mit diesen sechs Tipps dabei unterstützen, die Gesundheit im Homeoffice zu fördern und negative Aspekte wie falsche Körperhaltung, ungesunde Ernährung und wenig Bewegung zu vermeiden.

Tipp 1: Ergonomisch eingerichteter Arbeitsbereich

Dauerhafte Tätigkeit im Homeoffice verlangt einen gut eingerichteten Arbeitsplatz, bei dem Schreibtisch, Bürosessel und Monitor nach ergonomischen Gesichtspunkten eingestellt sind. Vor allem auf die richtige Sitz- und Tischhöhe ist zu achten. Ein externer Bildschirm mit Maus, Tastatur und Headset bringt Entlastung für den Nackenbereich sowie für Augen und Handgelenke.

Tipp 2: Pausenzeiten und Erholung im Homeoffice

Es sollte in Absprache mit dem Arbeitgeber klar definierte Zeiträume geben, in denen der Mitarbeiter für das Unternehmen nicht erreichbar sein muss. Der Arbeitnehmer sollte sich auch am Heimarbeitsplatz kurze Pausen und eine längere Mittagspause gönnen, um sich abseits des Schreibtisches zu stärken und die Füße zu vertreten. Zudem sind diese Punkte wichtig:

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr: mindestens zwei Liter pro Tag
  • Entspannung für die Augen: alle zehn Minuten aus dem Fenster blicken; Sehübungen durchführen
  • Augen schonen: mehrmals pro Tag die Augen mit den Händen bedecken und dabei an positive Erlebnisse denken (z. B. Meerespanorama, Spaziergang über eine Blumenwiese oder eine Wanderung in den Bergen)

Tipp 3: Bewegung fördern

Für die Gesundheit im Homeoffice ist ausreichend Bewegung ein wichtiger Faktor, um Stress zu reduzieren und Glückshormone freizusetzen. Dafür bieten sich diese Aktivitäten an:

  • Bewegung im Freien: Spazierengehen, Walken und Joggen
  • digitale Fitnesskurse
  • Yoga und Pilates in den eigenen vier Wänden

Um bei sitzenden Tätigkeiten mehr Bewegung in den Alltag zu bringen, können die Mitarbeiter Telefongespräche im Gehen führen. Auch die Teilnahme an virtuellen Wettbewerben kann den Bewegungsdrang fördern. Dafür können Unternehmen beispielsweise über das Intranet die Mitarbeiter dazu aufrufen, an Wettbewerben wie Radfahren und Schritte zählen teilzunehmen. Das steigert das Teamgefühl.

Tipp 4: Entspannungstechniken

Im Homeoffice können sich durch Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen Arbeit und Familie sowie durch fehlende Kinderbetreuung und berufliche Unsicherheiten Stresssituationen ergeben. Deshalb ist es wichtig, dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dazu animieren, Entspannungsübungen in den Alltag einzubauen. Zur Entspannung bewähren sich beispielsweise diese Techniken:

  • autogenes Training
  • Meditation
  • Atemübungen
  • Yoga
  • Qi Gong

Unternehmen können ihren Beschäftigten auch eine externe Mitarbeiterberatung (Employee Assistance Programme) anbieten. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, diese Beratung in Stresssituationen anonym und vertraulich in Anspruch zu nehmen.

Tipp 5: Gesunde Ernährung

Für viele Arbeitnehmer ist es eine große Herausforderung, im Homeoffice eine gesunde Ernährung umzusetzen. Es besteht die Gefahr, dass sie die Mittagspausen ausfallen lassen oder zu schnellen Fertiggerichten greifen, um keine Zeit zu verlieren. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter dafür sensibilisieren, fixe Pausenzeiten einzuhalten und gesunde Mahlzeiten einzunehmen. Um den Beschäftigten eine vollwertige Ernährung zu erleichtern, können sie Rezepte für schnell zubereitete Gerichte im Intranet platzieren oder Rezeptideen über Ernährungs-Apps geben.

Tipp 6: Austausch mit Kollegen fördern

Der Austausch mit Kollegen ist wichtig, um Aufgaben und Entscheidungen zu besprechen, einander Mut zu machen und Probleme gemeinsam zu lösen. Arbeitgeber können den Beschäftigten Tools zur Verfügung stellen, über die sie sich austauschen und virtuelle Kaffeepausen umsetzen.